Der Papst geht im September auf Heimatbesuch
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Der Papst geht im September auf Heimatbesuch

Benedikt XVI. kommt erneut nach Deutschland. Im September wird er «Stätten seiner Vita» in Bayern besuchen.

Von 10. bis 15. September nächsten Jahres werde der Heilige Vater seine bayerische Heimat besuchen, sagte der Münchner Erzbischof Kardinal Friedrich Wetter am Donnerstag. «Stationen seines Besuches werden München, Regensburg, Altötting und wohl auch Marktl am Inn sein», sagte der Erzbischof. «Wir freuen uns auf den Besuch des Heiligen Vaters und werden ihm einen würdigen Besuch bereiten.»

Als Vorsitzender der bayerischen Bischöfe hatte Wetter den Papst nach Bayern eingeladen. Seine erste Auslandsreise hatte den Papst im August zum Weltjugendtag nach Köln geführt.

Benedikt der XVI. werde in Bayern «Stätten seiner Vita besuchen», sagte der Kardinal. Joseph Ratzinger wurde 1927 in Marktl am Inn geboren. Der nahe gelegen Wallfahrtsort Altötting sei ihm seit seinen Kinder- und Jugendtagen vertraut und ans Herz gewachsen, sagte Wetter. Nach der Priesterweihe in Freising lehrte Ratzinger als Theologieprofessor in Regensburg. Dort lebt sein Bruder Georg; seine Eltern und seine Schwester sind in Regensburg begraben. Von 1977 bis 1982 war Ratzinger Erzbischof von München.

Die Einzelheiten des Besuchs würden erst einige Wochen vorher vom Vatikan festgelegt. «Ich könnte mir aber denken, dass der Besuch in dieser Reihenfolge stattfindet»: München, Regensburg, Altötting und Marktl, sagte Wetter. Wegen des Oktoberfestes komme ein Gottesdienst auf der Münchner Theresienwiese nicht in Frage. Möglicherweise werde der Papst die Messe im Olympiastadion feiern, es gebe aber auch Alternativen. «Ich nehme an, dass so viele Leute kommen, dass keine Kirche ausreichen wird», scherzte der Erzbischof. Von Altötting aus werde der Papst wahrscheinlich nur «einen kleinen Schlenker durch Marktl» machen: «Das wird sicher nicht der Schwerpunkt werden.»

Kardinal Wetter rechnet damit, dass der Papst auch den Bundespräsidenten und den bayerischen Ministerpräsidenten treffen werde. «Selbstverständlich gehört zu einem solchen Besuch auch die Begegnung mit den politischen Repräsentanten», sagte er. (dapd)

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