Davos GR: Der Pilot hatte keine Chance
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Davos GRDer Pilot hatte keine Chance

Bei einem Absturz eines Segelflugzeugs im Herbst 2017 in Davos kam der Pilot ums Leben. Nun veröffentlichte die Sust ihren abschliessenden Bericht zum Unfall.

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20M
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Zum Unglück kam es im Herbst 2017 in Davos GR.

Zum Unglück kam es im Herbst 2017 in Davos GR.

Kapo GR
Der Pilot hat nicht überlebt.

Der Pilot hat nicht überlebt.

Kapo GR

Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle Sust schreibt in ihrem am Dienstag publizierten Bericht, die Ursache des Unfalls Mitte Oktober 2017 im Tschuggentälli in Davos habe nicht abschliessend geklärt werden können. Vermutet wird, dass das Segelflugzeug «im gesteuerten Flug mit dem Gelände kollidierte».

Der damals 62-jährige erfahrene Pilot startete seinen Flug in Bad Ragaz SG. In der letzten Minute vor dem Ende der Flugwegaufzeichnung flog er zwei Vollkreise in Drehrichtung nach rechts. Danach krachte der rechte verlängerte Aussenflügel (Winglet) auf einer Höhe von knapp 2700 Metern über Meer in einen Felsen. Die Flügelverlängerung wurde dabei abgerissen.

Unfall nicht überlebbar

Das Hauptwrack des Segelflugzeuges lag etwa 130 Meter tiefer auf einem Geröllhang. Der Pilot des Privatfliegers war aus dem Cockpit geschleudert worden. Die Rega-Crew konnte ihn unweit des Cockpitwracks orten. Der Notarzt konnte jedoch nur noch dessen Tod feststellen. Er trug einen ungeöffneten Rettungsfallschirm.

«Aufgrund des Zerstörungsgrades des Cockpits muss der primäre Aufprall des Segelflugzeuges mit dem felsigen Gelände sehr heftig gewesen sein», heisst es im Bericht. Die Spuren an der Kopfstütze, der Rückenlehne und am Flügel lassen zudem den Schluss zu, dass der Pilot bei diesem Aufprall im Cockpit bereits tödlich verletzt wurde. «Der Unfall war nicht überlebbar», so die Sust.

(20M/sda)

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