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BilderflutDer Planking-Wahnsinn in Zahlen

Seit genau einer Woche rollt die Planking-Welle durch die Schweiz. Zeit für eine Zwischenbilanz.

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Die Bilderflut nimmt kein Ende: In den vergangenen sieben Tagen haben sich weit über 1500 Leser und Leserinnen von 20 Minuten Online ein Herz gefasst, sich als Brett gestreckt und ein Planking-Foto an die Redaktion geschickt.

Planken auf der Bar-Theke, Planken im Kornfeld, Planken auf dem Zahnarztstuhl: Die Fangemeinde des Sich-mit-dem-Gesicht-nach-unten-legen-mit-seitlich-angelegten-Armen-und-steifem-Körper wächst in der Schweiz unaufhaltsam weiter.

«Ich lache mich ob den Bildern kaputt – ihr versüsst mir den Sonntagsdienst», meldet sich etwa Leserin Karin Röthlisberger. Sie ist damit nicht allein: Die Planking-Bildstrecken wurden auf 20 Minuten Online über 1 840 000 Mal angeklickt. Bereits am Sonntagmorgen wächst die Zahl wieder um 30 000 Klicks pro Stunde. Auf Facebook zählen die Schweizer Planking-Fanseiten rund 350 Mitglieder.

Planking hat auch die Chefetagen erreicht: Neben Hansi Voigt, Chefredaktor von 20 Minuten Online, haben bislang 11 Firmenchefs ein Planking-Bild eingesandt. «Ich konnte mich meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht verweigern und habe mich deshalb auf dem Bürostuhl gestreckt», erklärt Martin B. Fricker, Leiter von Allianz24.ch.

Kunst-Performance oder Volksverblödung

Das Fussvolk begegnet der neuen Trendsportart kritisch. 68 Prozent von 7200 Umfrageteilnehmern auf 20 Minuten Online halten Planking für einen «Blödsinn», 32 Prozent finden es hingegen «eine super Sache».

Doch die Realität spricht eine andere Sprache: Die Redaktion von 20 Minuten Online erreichen weiterhin fast im Minutentakt neue Planking-Bilder. Leser Marc Keller, einer von gegen 500 Leserkommentar-Schreiber, weiss warum: «Zuerst dachte ich auch das sei 'planker' Unsinn. Doch nun liege ich gemütlich auf dem Schreibtisch und entlaste meinen kaputten Rücken. Genial.» Ursula hält Planking gar für eine «Kunst-Performance.»

User Felix sieht die Sache nüchtern: «Für mich gibt es weder einen Grund, begeistert mitzumachen noch einen, mich aufzuregen. Obelix hätte wohl gesagt: 'Die spinnen, die Planker'.»

Davon will der 58-jährige Planking-Oldie Urs Schöner nichts wissen: «Schön zu sehen, dass auch wir Schweizer an kleinen Dingen Freude haben können. Hoffentlich kommt nicht irgendein Bünzli auf die Idee, diesen Spass zu verbieten.»

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