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Neo-Skorer KellerDer Playoff-Glücksgriff namens Keller

Ryan Keller ist der Mann der Playoff-Stunde. Schon zehn Mal hat der ZSC-Stürmer ins Schwarze getroffen.

von
Marcel Allemann

Beim 2:0-Sieg vom Samstag gegen Servette, der für die ZSC Lions die 3:2-Führung in der Halbfinal-Serie bedeutet, gelang Keller ein Doppelpack. Es waren seine Playoff-Tore Nummer 9 und 10. Damit ist er in der Halbfinal-Serie gegen seinen letztjährigen Klub bereits bei 7 Treffern angelangt. Welch eine eindrückliche Bilanz! Und dies für einen, dem in der gesamten Qualifikation gerade mal 11 Tore gelungen sind und in der er zumeist im Schatten von Spielern wie Roman Wick, Luca Cunti, Robert Nilsson, oder Patrik Bärtschi stand. Über die Gründe für sein momentanes Treffer-Hoch sagt der 30-jährige Kanadier lediglich: «Ich hinterfrage es nicht - ich nehme es einfach.»

Noch spezieller wird sein beeindruckender Lauf wenn man bedenkt, dass er nach der letzten Saison ausgerechnet bei Gegner Servette ausgemustert wurde. Genfs Trainer Chris McSorley wird innerlich kochen, dass ihm ausgerechnet ein Spieler, den er nicht mehr wollte, nun solche Probleme bereitet.

«Ich möchte darüber nicht zu viele Worte verlieren», sagt Keller auf diese besondere Konstellation angesprochen, «letzte Saison war letzte Saison, jetzt ist ein anderes Jahr, ich bin in Zürich und mein ganzer Fokus ist darauf ausgerichtet.» Es ist eben Playoff-Zeit. Und da achten die Spieler peinlich genau auf ihre Wortwahl. Keiner will mit brisanten Aussagen den Gegner zusätzlich anstacheln. Aber man spürt es trotzdem. Was Ryan Keller dieser Tage erlebt, muss für den formstarken Flügelstürmer eine grosse Genugtuung sein.

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