Polizei-Tesla verwüstet - «Der Polizeiberuf ist toll, hat aber seine mühsamen Seiten»
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Polizei-Tesla verwüstet«Der Polizeiberuf ist toll, hat aber seine mühsamen Seiten»

Nach einer Schlägerei tobte eine unter Drogen stehende Person im Einsatzfahrzeug der Basler Polizei weiter. Sie tickte derart aus, dass das Innenleben des 140’000 Franken teuren Dienstautos zu Schaden gekommen ist.

von
Jeanne Dutoit
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Nach einer Schlägerei wollten Polizisten einen der Involvierten für weitere Abklärungen auf den Posten bringen. Die Person tickte im Auto völlig aus. 

Nach einer Schlägerei wollten Polizisten einen der Involvierten für weitere Abklärungen auf den Posten bringen. Die Person tickte im Auto völlig aus.

Raphael Schneider/ Facebook
Die Person war - später gab sie an, Drogen konsumiert zu haben - nicht mehr zu beruhigen und fing an, mit aller Kraft zu treten und um sich zu spucken.

Die Person war - später gab sie an, Drogen konsumiert zu haben - nicht mehr zu beruhigen und fing an, mit aller Kraft zu treten und um sich zu spucken.

Raphael Schneider/ Facebook
Der Tesla der Polizei kam zu Schaden.

Der Tesla der Polizei kam zu Schaden.

Raphael Schneider/ Facebook

Darum gehts

  • Nach einer Schlägerei wollten Polizistinnen und Polizisten einen der Involvierten für weitere Abklärungen auf den Posten fahren.

  • Auf der Fahrt eskalierte die Situation: Die Person wehrte sich und beschädigte das Einsatzfahrzeug.

  • Nun folgen strafrechtliche Konsequenzen.

«Im Nachmittagsdienst ging es rund», schreibt der Social-Media-Cop Raphael Schneider am Sonntag auf Facebook. Nach einem gewalttätigen Streit in Basel wurde am Samstag die Polizei informiert. Die Beamten kontrollierten eine der beteiligten Personen und «setzte sie für weitere Abklärungen in einen der Teslas», berichtet Schneider. Es habe sich alles «normal» abgespielt, so der i-Cop. Doch während der Fahrt zum Polizeiposten sei die Situation im Auto eskaliert.

Die Person drehte völlig durch. «Sie war nicht mehr zu beruhigen und fing an, mit aller Kraft zu treten und um sich zu spucken.» Die Situation sei «ausgeartet», so Schneider. Fotos des Teslas zeigen das Ausmass der Attacke: verschmierte Sitzpolster, Kratzer auf der Rückenlehne und ein durch Tritte lädierter Türrahmen. Sie wurde nach der Fahrt in eine Zelle gesteckt und gab zu, Drogen konsumiert zu haben.

«Solche Fälle erfordern Fingerspitzengefühl»

Nach dem Drama im Auto und mit nachlassender Wirkung der Drogen folgte die Reue. «Die Person entschuldigte sich für ihr Verhalten», so Schneider. Solche Einsätze seien heikel, da die Involvierten unberechenbar seien: mal aggressiv, dann weinerlich, erst kooperativ und im nächsten Moment drohend.

Dies bestätigt auch der Mediensprecher der Polizei Toprak Yerguz. Mit seinem Post verweise der Social-Media-Polizist auf die täglichen Herausforderungen bei der Kantonspolizei Basel-Stadt. Der Vorfall steche nicht heraus, sondern gehöre eben zu jenen Fällen, auf die Polizistinnen und Polizisten im Alltag treffen. «Der Umgang mit Personen, die alkoholisiert oder im Drogenrausch zwischen Kooperation und Aggression pendeln, erfordert einiges an Fingerspitzengefühl», so Yerguz. Schneider fasst den Vorfall mit seinen eigenen Worten zusammen: «Der Polizeiberuf ist toll, hat aber auch seine mühsamen Seiten.»

Der Aggressions-Anfall während der Fahrt im Tesla habe nun strafrechtliche Konsequenzen, weiss Schneider. Die Staatsanwaltschaft äusserst sich nicht zu dem Vorfall.

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