Europa-League-Achtelfinal: Der Prophet hofft auf ein Wunder gegen den FCB
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Europa-League-AchtelfinalDer Prophet hofft auf ein Wunder gegen den FCB

David Abraham hat keine Prognose für das Achtelfinal-Rückspiel in der Europa League gegen Basel, aber einen Wunsch.

von
Eva Tedesco
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147 Tage nach dem Achtelfinal-Hinspiel in Frankfurt macht sich der FCB auf, um das Rückspiel in Basel vorzubereiten.

147 Tage nach dem Achtelfinal-Hinspiel in Frankfurt macht sich der FCB auf, um das Rückspiel in Basel vorzubereiten.

Urs Lindt/freshfocus
Mit einem 3:0-Vorsprung hat sich der FCB ein komfortables Polster erarbeitet.

Mit einem 3:0-Vorsprung hat sich der FCB ein komfortables Polster erarbeitet.

Urs Lindt/freshfocus
Doch Trainer Marcel Koller und Captain Valentin Stocker warnen davor, das Rückspiel deshalb auf die lockere Schulter zu nehmen.

Doch Trainer Marcel Koller und Captain Valentin Stocker warnen davor, das Rückspiel deshalb auf die lockere Schulter zu nehmen.

Urs Lindt/freshfocus

Darum gehts

  • Der FCB tritt 147 Tage nach dem Achtelfinal-Hinspiel am Donnerstag zuhause gegen Frankfurt an.

  • In Frankfurt haben sich die Basler mit einem 3:0-Sieg eine gute Ausgangslage erarbeitet.

  • Aber die Eintracht zeigt sich kämpferisch.

In Argentinien nennen sie David Abraham «El Profeta» (Der Prophet). In Anlehnung an Vater Abraham, den Stammvater Israels. Eine Prognose wollte der Eintracht-Captain und ehemalige FCB-Verteidiger (2008 bis 2012) am Mittwochabend an der Medienkonferenz in Basel trotzdem nicht abgeben. «Es ist schwierig, eine Prognose zu wagen, aber wir wissen, was wir uns wünschen: Einen 4:0-Sieg.»

Das würde reichen, nachdem das Hinspiel vor 147(!) Tagen 0:3 verloren ging. Danach wurden auch die europäischen Wettbewerbe wegen der Corona-Pandemie unterbrochen. «Wir haben es zuhause vergeigt», sagt Adi Hütter. «Basel war an diesem Tag die cleverere Mannschaft. Trotzdem haben wir die Chance, das Ergebnis noch umzudrehen. Wir brauchen drei Tore, vielleicht mehr.» Der ehemalige YB-Meistertrainer ist zuversichtlich und «seine Mannschaft zu hundert Prozent gewillt», ins Finalturnier nächste Woche in Deutschland einzuziehen. «Wir sind gut in Schuss.»

In der Favoritenrolle sieht Hütter seinen Bundesligisten nicht. «Uns als Favoriten zu bezeichnen, das finde ich mutig. Leicht zu favorisieren ist Basel. Der Vorteil der Basler ist das Resultat.» Und das ist nicht neu für Rotblau.

Koller überrascht, wie gut Frankfurt ist

«Wir hatten diese Situation schon einmal gegen Nikosia. Erst gewannen wir auswärts 3:0 und zuhause haben wir mit einem Tor Vorsprung gewonnen», erinnert Marcel Koller an den Sechzehntelfinal im Februar. Damals wie heute warnte der FCB-Trainer, sich in Sicherheit zu wähnen. «Frankfurt hätte im Hinspiel gut und gerne ein, zwei Treffer erzielen können. Wir wollen bewusst nach vorne spielen und gleichzeitig gut verteidigen. Das wird absolut notwendig sein.»

«Überrascht» sei Koller, wie gut der Gegner trotz langer Pause nach dem letzten Pflichtspiel Ende Juni schon wieder drauf ist. «Sie haben am Wochenende gegen Monaco (1:1, Anmerk. d. Red) getestet. Ich war überrascht, wie gut sie gespielt haben nach vier Wochen Ferien. Ich denke, sie werden alles versuchen. Etwa, früh in Führung zu gehen und nachzudoppeln. Wir müssen voll dagegenhalten und diese Euphorie, die sie mitbringen, um Auswärtstore zu erzielen, bremsen.»

Grosse Bedeutung für den FCB

Valentin Stocker kann ein Lied davon singen, wie es ist, wenn sich der Gegner nicht bremsen lässt. Der FCB-Captain ist neben Fabian Frei und Taulant Xhaka einer von drei Baslern, die vor sechs Jahren dabei waren, als der FCB das letzte Mal in einem Viertelfinal stand. Unter Trainer Murat Yakin hatte Rotblau einen 3:0-Vorsprung aus dem Heimspiel – übrigens auch ein Geisterspiel – auswärts ins Valencia doch noch verspielt. Der FCB ging im Rückspiel 0:5 unter.

«Das 3:0 ist ein gefährliches Resultat. Wenn du ein Tor bekommst, kann es schnell gehen. Wir sind gewarnt und werden das Spiel nicht auf die leichte Schulter nehmen», sagte Stocker am Mittwoch. Für ihn und die ganze Mannschaft hat die Europa League eine grosse Bedeutung. «Wir haben eine gute Kampagne gespielt und am Donnerstag wartet mit dem Rückspiel und vielleicht noch weiteren Spielen ein Highlight auf uns. Jetzt wollen wir so weit kommen, wie wir können.»

Reichen die letzten Reserven dafür noch? Während die Eintracht nach vier Wochen Pause und einer Trainingswoche ausgeruht antreten kann, hat der FCB sechs intensive englische Wochen in den Beinen. Abraham sagt darauf angesprochen: «Das kann ein Vor- oder Nachteil sein.»

Sicher ist schon vor dem Anpfiff: Der nächste Gegner für den Sieger heisst Schachtjor Donezk.

Welcher Sender zeigt die Europa League?

Neben dem Bezahlsender und Rechteinhaber Teleclub zeigt auch SRF2 am Donnerstag (21.00 Uhr) das Europa-League-Spiel Basel gegen Frankfurt. Ausserdem ist die Partie auf RTL (free) und auf DAZN zu sehen. Wie das Programm des Schweizer Fernsehen nach den Achtelfinals aussieht, hängt vom Weiterkommen der Basler ab. Sicher wird ein Viertelfinal, ein Halbfinal und der Final gezeigt.Teleclub bringt sämtliche Spiele – auch in der Champions League – live.

Deine Meinung

11 Kommentare
Kommentarfunktion geschlossen

Samcro

06.08.2020, 09:55

4:0 für die Eintracht. Basel wird untergehen.

Schweizermeister YB Fan

06.08.2020, 09:00

die officell YB Fans drücken ihren verbündeten und befreundeten Frankfurt Fans resp. dem Club die Daumen, dass sie dieses Basel ober mega ultra geil mit 10:0 abschiessen. Sdie ganze Schweiz drückt Frankfurt die Daumen - Grüsse aus Bern den wahren Rekordmeister

Nairon

06.08.2020, 08:26

Das Wort Prophet zu verwenden ist Religionspropaganda und geht in einem zivilisierten und angeblich aufgeklärten Land gar nicht!