Aktualisiert 05.04.2020 09:55

Brand in Brugg AG

«Der Rauch war richtig schwarz»

Am Samstag brach auf dem Balkon eines Wohnhauses ein Feuer aus. Brandursache war der unsachgemässe Umgang mit einem Gasgrill.

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«Ich dachte, die Kindertagesstätte in der Nachbarschaft oder der Wald dahinter brennt. Die Rauchwolke war richtig schwarz», so ein Leser-Reporter. Der 44-Jährige konnte am Samstag einen Brand in einer Wohnung beim Erlenweg in Brugg AG beobachten. «Wir sind auf das Feuer aufmerksam geworden, weil man es richtig gut riechen konnte.»

Während des Brandes sei im Wohnquartier eine allgemeine Unruhe entstanden. So habe er von Anwohnern Nachrichten auf sein Telefon geschickt bekommen. Einige Nachbarn sind laut dem Mann sogar auf den gegenüberliegenden Hügel gestiegen, um dort den Brand zu beobachten.

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Am Samstag brannte es in Brugg AG auf einem Balkon.

Am Samstag brannte es in Brugg AG auf einem Balkon.

Kapo AG
Grund dafür war ein fahrlässiger Umgang mit einem Gasgrill.

Grund dafür war ein fahrlässiger Umgang mit einem Gasgrill.

Kapo AG
Beim Brand wurden keine Personen verletzt.

Beim Brand wurden keine Personen verletzt.

Leser-Reporter

Keine verletzten Personen

Roland Pfister, Leiter Kommunikation der Kantonspolizei Aargau, sagt zum Einsatz: «Um 18.30 Uhr ist bei uns die Meldung in der Einsatzzentrale eingetroffen, dass es auf dem Balkon eines Mehrfamilienhauses brennt.» Zwei Patrouillen der Regional- und der Kantonspolizei Aargau und die Feuerwehr Brugg seien im Einsatz gestanden. «Die Feuerwehr konnte den Brand erfolgreich löschen», sagt Pfister.

Der Balkon sowie die anliegende Wohnung wurden beschädigt. «Es entstand ein mittlerer Sachschaden», so Pfister. Genau kann die Höhe des Schadens noch nicht beziffert werden. Verletzt worden sei niemand. Alle Personen im Gefahrenbereich seien rasch in Sicherheit gebracht worden. «Die betroffene Wohnung im 3. Obergeschoss ist aufgrund der Rauchschäden derzeit nicht bewohnbar.»

Fahrlässiger Umgang mit dem Gasgrill

«Die Brandermittler untersuchen weiterhin die Ursache, doch der Ausbruch des Brandes ist auf die unsachgemässe Bedienung eines Gasgrills zurückzuführen», sagt der Polizeisprecher. Schon im vergangenen Jahr habe die Kantonspolizei Aargau einige Einsätze wegen fahrlässigen Umgangs mit Gasgrills gehabt. In vielen Fällen würden aus preislichen Gründen die Gasflaschen in Deutschland und der Grill in der Schweiz oder umgekehrt gekauft.

«Es ist wichtig, dass der Gasgrill und die Gasflasche aufeinander abgestimmt sind. Sonst können, wie in diesem Fall, Brände entstehen», warnt Pfister. Er betont, dass der Grill glücklicherweise auf dem Balkon stand. «In geschlossenen Räumen kann ein Gasgrill sogar explodieren.»

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