«Der Rauch war zu dick, wir konnten sie nicht retten»
Aktualisiert

«Der Rauch war zu dick, wir konnten sie nicht retten»

13 Kälber und 25 Hühner hat Bauer Jakob Hofstetter verloren. Die Tiere kamen im Feuer um, das gestern seine Hofscheune bis auf die Grundmauern zerstörte.

«Um halb acht schlug mein Sohn Köbi Alarm», erzählt Bauer Jakob Hofstetter aus Benken. Der Junior sei von der Milchzentrale zurückgekommen, wo er die Milch abgeliefert hatte. Schon von weitem habe er Rauchfähnchen über dem väterlichen Hof gesehen. Laut hupend kam er herangefahren. «Ich bin sofort raus, sah den Rauch und rannte zu den Kälbern», erzählt Hofstetter. Dicker gelber Rauch habe ihm entgegengeschlagen, als er die Stalltür aufgemacht habe. «Zuerst versuchten wir, zu den Stallungen der Kälber zu gelangen. Als wir einander aber nicht mehr sehen konnten, kehrten wir um.» Wenige Minuten später, als die Feuerwehr eintraf, stand die Scheune in Vollbrand.

Die 13 vom Feuer getöteten Kälbchen seien 12, 14 und 16 Wochen alt gewesen, erzählt Bäuerin Margrit Hofstetter «Es waren schöne Tiere», sagt sie traurig. Der Mulde, in die die Feuerwehr die toten Tiere gelegt hat, will sie sich darum nicht nähern. «Ich behalte sie lieber so in Erinnerung, wie sie waren», sagt sie. Auch für 25 Hühner gab es keine Rettung. Die Brandursache ist noch unklar. Dass sich das Heu selbst entzündet hat, hält Bauer Hofstetter für unwahrscheinlich. Die Untersuchungen laufen noch.

(ann)

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