Der rauen Natur ganz nah – Übernachten im Schnee
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Der rauen Natur ganz nah – Übernachten im Schnee

Mit Freunden in der Alphütte feiern – das war gestern. Angesagt ist heute die Schneebar im Iglu mit Schneebett und Schneeklo.

Das Schlafen im Schnee hat mehr Reiz und Charme als das Nächtigen im Bergler-Chalet. Besonders dann, wenn man sich das Iglu nicht erst noch selbst erbauen muss. In Scuol, Engelberg, Zermatt, Gstaad und an der Zugspitze in Garmisch-Partenkirchen stehen prächtige Igludörfer, ausgestattet mit einer Schneebar, Schneebetten und einem Schneeklo. Im vergangenen Winter tauschten 7000 Personen ihre bequemen Kamelhaarmatratzen gegen ein Lager aus Eis ein.

In einem Iglu haben bis zu sechs Personen Platz – was sich ideal für einen Ausflug mit Freunden eignet. Dank Fondue und Glühwein wirds denn auch nicht kalt. Wer trotzdem friert, kann sich in der Sauna oder im Whirlpool aufheizen. Wobei Sauna und Whirlpool im Freien stehen, denn die Abwärme würde das Iglu zum Schmelzen bringen. Einmal im warmen Pool, lässt sich die herrliche Aussicht geniessen.

Neben der Schönheit der Bergwelt sind auch die Innenwände des Iglus bewundernswert. Sie sind geheimnisvoll mit Ornamenten und Skulpturen aus der Kultur der Inuits verziert. Erstellt wurden sie von einem eigens aus Kanada eingeflogenen Fachmann. Da die Iglus erst gegen Ostern zu schmelzen beginnen, können voraussichtlich bis Ende April Igluübernachtungen gebucht werden.

Neben dem Abenteuer Schlafen im Schnee eignen sich die Gebiete rund um die Igludörfer auch für herkömmliche Schnee-Vergnügen wie Boarden, Skifahren und Schlitteln. Speziell im Angebot der Igludörfer stehen Nacht- und Schneeschuhwanderungen. Und für alle, die es ganz ausgefallen mögen: Heiraten und Babys taufen, das kann man im Igludorf auch.

Isabella Gyr

Infos

In Igludörfern übernachten kann man in Scuol, Engelberg, Zermatt, Gstaad und an der Zugspitze in Garmisch-Partenkirchen. Mit einem Preis ab 149 Franken pro Nacht muss man rechnen. Spezielles: Für Verliebte gibt es Romantik-Suiten ab 239 Franken.

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