NLA: Der SCB bezwingt den Leader
Aktualisiert

NLADer SCB bezwingt den Leader

Der SC Bern gewinnt das Zähringer Derby 4:1. Die Hauptstädter haben somit gleich viele Punkte wie Fribourg. Die Lakers bodigen den Meister und die Lions gewinnen gegen die Flyers erst im Penaltyschiessen.

Der SC Bern schliesst nach Punkten zu Leader Fribourg auf, weil die Berner den Spitzenkampf in der erstmals diese Saison ausverkauften Arena mit 4:1 gewinnen. Den entscheidenden Vorsprung holte der SCB schon in den ersten vier Minuten heraus.

Martin Plüss nach 54 Sekunden und Ryan Gardner nach 235 Sekunden brachten die Mannschaft von Antti Törmänen 2:0 in Führung. Gottérons Goalie Cristobal Huet musste nach dem Shutout vom Freitagabend gegen Servette gleich zwei der ersten vier Schüsse auf sein Gehäuse passieren lassen. Beim zweiten Gegentor sass ausserdem der Freiburger Adam Hasani wegen eines unkorrekten Spielerwechsels auf der Strafbank.

Dieses frühe Handicap, welches sich die Freiburger aufbürdeten, vermochten sie nicht mehr abzulegen. Der Leader bemühte sich zwar und schaffte durch das zweite Saisontor von Shawn Heins den Anschlusstreffer, der SC Bern liess aber keine Wende zu. Die Berner zelebrierten eine grosse Souveränität vor dem eigenen Tor und schaffte es, dass Fribourgs Offensive nicht auf Touren kam wie so oft in den letzten Runden. Marco Bührer parierte 18 Schüsse (von 19).

ZSC Lions brillieren im Penaltyschiessen

Die ZSC Lions und die Kloten Flyers stehen sich bereits zum vierten Mal in dieser Saison gegenüber, wobei die Lions mit einem 3:2 nach Penaltyschiessen im internen Duell ausgleichen. Den Sieg machte Thibaut Monnet klar; der Stürmer bestritt sein 600. Spiel in der NLA. Zuvor hatten im Penaltyschiessen bereits Luca Cunti und Jeff Tambellini getroffen. Von den Klotenern gelang es keinem, ZSC-Goalie Lukas Flüeler zu bezwingen.

Das 2:2 nach 60 Minuten ging in Ordnung. Nachdem die Klotener in der 33. Minute innerhalb von 16 Sekunden - es trafen Samuel Walser und Victor Stancescu - ein 0:1 in ein 2:1 gewendet hatten, gelang Steve McCarthy in der 46. Minute mit seinem ersten Tor im Dress der Lions der Ausgleich. Den Pass gab Oldie Michael Nylander, der auch beim 1:0 von Ronalds Kenins (10.) seinen Stock im Spiel hatte. Kenins liess sich ebenfalls zwei Skorerpunkte gutschreiben. In der Verlängerung hatte Tambellini die grosse Chance zum Siegtreffer, doch er brachte den Puck nicht im «leeren» Tor unter.

Kloten verpasste im 169. Zürcher Derby den 100. Sieg. Die Zürcher Unterländer konnten in den letzten acht Partien nur einmal mehr als zwei Tore erzielen. Deshalb verloren sie zum siebenten Mal in den letzten elf Spielen. Den Klotenern ist allerdings zu Gute zu halten, dass sie grosses Verletzungspech zu beklagen haben. Am Samstag fehlten nicht weniger als sieben Spieler.

Die Lakers zeigen es dem Meister

Die Rapperswil-Jona Lakers können Davos nach 13 Niederlagen in Serie wieder einmal bezwingen. Der Tabellenletzte siegt dank zwei Toren von Michel Riesen auswärts 4:3. Dabei hatte es zunächst nach einer weiteren Niederlage für die Lakers ausgesehen. Nach 324 Sekunden und Toren von Dario Bürgler (4.) sowie Petr Taticek lagen die St. Galler früh 0:2 zurück. Doch die Gäste zeigten eindrücklich, dass die Moral trotz der vielen Niederlagen weiterhin intakt ist. Noch im ersten Drittel - 21 Sekunden vor der Pausensirene - verkürzte Michel Riesen auf 1:2. Der langjährige Davoser Spieler war es auch, der in der 27. Minute zum 2:2 ausglich. Damit verdoppelte Riesen sein Saisontotal an Toren. In der 32. Minute nutzte Derrick Walser eine doppelte Überzahl zur Führung. Überhaupt waren die Lakers im Mitteldrittel deutlich überlegen (Schussverhältnis 17:6).

In den letzten 20 Minuten spielte in erster Linie Davos, doch gute Chancen waren trotz 18 Schüssen Mangelware. So gelang Brandon Reid in der 57. Minute in Powerplay das Game-Winning-Goal zum 4:2. Es war der erste Sieg für Rapperswil-Jona nach sechs Niederlagen und erst der fünfte in dieser Saison. Die Davoser hatten zuvor dreimal hintereinander gewonnen.

Langnau gewinnt dank Moser

Langnaus Simon Moser erzielt beide Treffer zum 2:1 n.V. auswärts in Ambri. Damit entpuppte sich Simon Moser acht Tage, nachdem er im Länderspiel gegen Deutschland eine Hirnerschütterung erlitten hatte, bereits wieder als Langnaus wichtigster Spieler.

Simon Moser brach nach 38 Minuten mit dem 1:0 den Bann. Und in der Overtime gelang ihm nach 161 Sekunden in Überzahl das Siegtor zum 2:1. Beide Male setzte er sich im Slot gegen die Verteidiger der Leventiner klar durch.

Langnau holte im Tessin verdientermassen zwei Punkte ab. Schon vor der Verlängerung erspielten sich die SCL Tigers klare Vorteile (insgesamt 33:22 Schüsse). Insbesondere im Schlussabschnitt erspielten sich die Langnauer Chance um Chance. Das Siegtor fiel aber erst in der Verlängerung bei 4-gegen-3-Feldspieler.

Biel siegt dank Genfer Eigentoren

Im dritten Saisonduell zwischen Genève-Servette und Biel setzt sich erstmals das Auswärtsteam durch. Die Seeländer siegen 3:0. Die Bieler gingen im zweiten Drittel dank Manuel Zigerli (28.) und Ahren Spylo (40.) 2:0 in Führung - bei beiden Toren lenkte ein Genfer den Puck ins eigene Gehäuse ab. Beim 0:1 war ausgerechnet Noah Schneeberger der Pechvogel; der Verteidiger hatte auf diese Saison hin von Biel zu Servette gewechselt. Für Zigerli, der erstmals in dieser Saison reüssierte, war der Treffer insofern umso spezieller, als er ursprünglich in der NLB für Ajoie hätte spielen sollen.

Das 3:0 von Marco Truttmann 17 Sekunden vor dem Ende war ein Schuss ins leere Tor. Der Bieler Goalie Reto Berra feierte seinen zweiten Shutout in den letzten fünf Spielen, den vierten in dieser Saison und den zehnten insgesamt in der NLA.

Die Genfer dürften sich vor allem über die Startphase ärgern, konnten sie doch in den ersten rund 14 Minuten während acht Minuten in Überzahl agieren. Dabei zeigte sich, warum sie über eines der schlechtesten Powerplays der Liga verfügen. Es war die vierte Niederlage in Serie für Servette.

NLA, 25. Runde (19.11.11)

Bern - Fribourg 4:1 (2:0, 0:1, 2:0)

PostFinance. - 17'131 Zuschauer (ausverkauft). - SR Rochette, Huggenberger/Wüst.

Tore: 1. (0:54) Martin Plüss (Bertschy, Rüthemann) 1:0. 4. Gardner (Roche, Rüthemann/Ausschluss Hasani) 2:0. 21. Heins (Benny Plüss) 2:1. 43. Adrian Brunner (Froidevaux, Roche) 3:1. 59. Froidevaux (Adrian Brunner) 4:1 (ins leere Tor).

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Bern, 5mal 2 Minuten gegen Fribourg.

PostFinance-Topskorer: Gardner; Bykow.

Bern: Bührer; Roche, Philippe Furrer; Jobin, Hänni; Höhener, Beat Gerber; Morant; Dumont, Ritchie, Déruns; Bertschy, Martin Plüss, Rüthemann; Vigier, Gardner, Pascal Berger; Neuenschwander, Froidevaux, Scherwey; Adrian Brunner.

Fribourg: Huet; Heins, Collenberg; Birbaum, Loeffel; Lukas Gerber, Barinka; Ngoy, Marc Abplanalp; Gamache, Dubé, Hasani; Sprunger, Bykow, Benny Plüss; Rosa, Lüssy, Knoepfli; Cadieux, Botter, Tristan Vauclair.

Bemerkungen: Bern ohne Kwiatkowski, Vermin, Lötscher und Reichert, Fribourg ohne Afanasenkow und Jeannin (alle verletzt). Dumont verletzt ausgeschieden (48.). - Timeout Fribourg (58:30).

ZSC Lions - Kloten Flyers 3:2 (1:0, 0:2, 1:0, 0:0) n.P.

Hallenstadion. - 8561 Zuschauer. - SR Reiber, Arm/Rohrer.

Tore: 11. Kenins (Seger, Nylander) 1:0. 33. (32:39) Walser (Bodenmann, Westcott) 1:1. 33. (32:55) Stancescu (DuPont, Santala) 1:2. 46. McCarthy (Nylander, Kenins) 2:2.

Penaltyschiessen: Cunti 1:0, Stancescu -; Tambellini 2:0, Jenni -; Bärtschi -, Hollenstein -; Monnet 3:0.

Strafen: 7mal 2 Minuten gegen die ZSC Lions, 8mal 2 Minuten gegen die Kloten Flyers

PostFinance-Topskorer: Tambellini; DuPont.

ZSC Lions: Flüeler; McCarthy, Geering; Blindenbacher, Seger; Camperchioli, Schnyder; Bärtschi, Pittis, Monnet; Tambellini, Cunti, Ambühl; Bastl, Nylander, Kenins; Bühler, Schäppi, Ziegler.

Kloten Flyers: Rüeger; Marti, DuPont, Du Bois, Berger; Westcott, Winkler; Schelling; Polak, Santala, Stancescu; Bodenmann, Liniger, Hollenstein; Keller, Jenni, Jacquemet; Herren, Walser, Sutter; Neher.

Bemerkungen: ZSC ohne Murphy, Breitbach, Gobbi, Baltisberger (alle verletzt) und Down (überzähliger Ausländer). Kloten ohne Steiner, Nordgren, Bieber, Wick, Blum, Lemm und Kellenberger (alle verletzt). - 28. Lattenschuss Tambellini. - Timeout Kloten (51.).

Davos - Rapperswil-Jona Lakers 3:4 (2:1, 0:2, 1:1)

Vaillant-Arena. - 3071 Zuschauer. - SR Popovic, Bürgi/Marti.

Tore: 4. Bürgler (Wieser, Ramholt) 1:0. 6. Taticek (Sykora, Reto von Arx) 2:0. 20. Riesen 2:1. 27. Riesen (Geyer, Wichser) 2:2. 32. Walser (Burkhalter/Ausschlüsse Back, Guerra) 2:3. 57. Reid (Geyer, Wichser/Ausschluss Reto von Arx) 2:4. 60. Sejna (Forster/Ausschluss Walser/Davos ohne Torhüter) 3:4.

Strafen: je 4mal 2 Minuten.

PostFinance-Topskorer: Sykora; Suri.

Davos: Genoni; Guerra, Forster; Stoop, Ramholt; Jan von Arx, Back; Sykora, Reto von Arx, Taticek; Bürgler, Marha, Wieser; Sciaroni, Rizzi, Sejna; Kuonen, Neuenschwander, Sieber; Untersander; Holinger.

Rapperswil-Jona: Manzato; Walser, Maurer; Geiger, Geyer; Büsser, Gmür; Marzan; Gailland, Roest, Suri; Reid, Burkhalter, Lemm; Riesen, Wichser, Berger; Grauwiler, Hartigan, Rizzello; Hürlimann.

Bemerkungen: Davos ohne Grossmann, Joggi (beide gesperrt), Guggisberg, Steinmann und Reymondin. Rapperswil-Jona ohne Murray, Camenzind, Sirén und Welti (alle verletzt). - Sykora gegen Ende des 1. Drittels verletzt ausgeschieden. 26. Maurer verletzt ausgeschieden. Wieser gegen Ende des 2. Drittels verletzt ausgeschieden. - 29. Pfostenschuss Reto von Arx. - Timeout Davos (34.). - Davos von 57:56 bis Spielende ohne Torhüter.

Ambri-Piotta - Langnau 1:2 (0:0, 0:1, 1:0, 0:1) n.V.

Valascia. - 3674 Zuschauer. - SR Eichmann, Kehrli/Kohler.

Tore: 38. Simon Moser (Kurtis McLean, Pelletier) 0:1. 43. Hofmann (Kutlak, Duca) 1:1. 63. (62:41) Simon Moser (Reber, Kurtis McLean/Ausschluss Botta) 1:2.

Strafen: 7mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 5mal 2 plus 5 Minuten (Lukas Haas) plus Spieldauer (Lukas Haas) gegen Langnau.

PostFinance-Topskorer: Noreau; Simon Moser.

Ambri-Piotta: Schaefer; Noreau, Kobach; Kutlak, Sidler; Trunz, Schulthess; Casserini, Pascal Müller; Pestoni, Walker, Elias Bianchi; Botta, Landry, Grassi; Raffainer, Schlagenhauf, Hofmann; Duca, Mattia Bianchi, Murovic.

Langnau: Esche; Reber, Popovic; Stettler, Rytz; Schlt, Kim Lindemann; Christian Moser, Lardi; Simon Moser, Kurtis McLean, Pelletier; Sandro Moggi, Claudio Moggi, Gustafsson; Rexha, Tobias Bucher, Lukas Haas; Leblanc, Adrian Gerber, Genazzi.

Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Westrum, Martin Kariya, Lachmatow, Trevor Meier (alle verletzt), Demuth (gesperrt) und Perreault (überzähliger Ausländer), Langnau ohne Simon Lüthi und Neff (beide verletzt). Murovic verletzt ausgeschieden (13.). - Timeout: Ambri-Piotta (56.); Langnau (62.).

Genève-Servette - Biel 0:3 (0:0, 0:2, 0:1)

Les Vernets. - 6757 Zuschauer. - SR Frano/Stricker, Fluri/Müller.

Tore: 28. Zigerli 0:1 (Eigentor Schneeberger). 40. Spylo 0:2 (Eigentor). 60. (59:43) Truttmann (Beaudoin) 0:3 (ins leere Tor).

Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Genève-Servette, 7mal 2 Minuten gegen Biel.

PostFinance-Topskorer: Bezina; Miéville.

Genève-Servette: Stephan; Vukovic, Bezina; Pothier, Gautschi; Schneeberger, Mercier; Gian-Andrea Randegger; Simek, Paul Savary, Rubin; Fata, Vampola, Salmelainen; Rivera, Trachsler, Friedli; Gerber, Berthon, Flurin Randegger; Jean Savary.

Biel: Berra; Fröhlicher, Kparghai; Wellinger, Huguenin; Gossweiler, Sjusin; Grieder; Truttmann, Peter, Tschantré; Wieser, Miéville, Spylo; Haas, Bordeleau, Beaudoin; Ehrensperger, Zigerli, Lauper; Leuenberger.

Bemerkungen: Servette ohne Walsky, Fritsche, Pivron (alle verletzt) und Hecquefeuille (überzähliger Ausländer). Biel ohne Steinegger, Preissing, Gloor und Wetzel (alle verletzt). - Timeouts: Genève-Servette (57:41); Biel (57:54). - Servette von 57:41 bis 59:43 ohne Torhüter.

National League A

(si)

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