Postfinance-Arena: Der SCB hat seine Cheerleader verbannt
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Postfinance-ArenaDer SCB hat seine Cheerleader verbannt

18 Jahre lang sorgten die Cheerleader an den SCB-Heimspielen für Stimmung. Nun hat der Verein die Mädchen verbannt. Sie sind bitter enttäuscht - und bekommen nun Facebook-Schützenhilfe.

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Nora Camenisch/Sonja Mühlemann
Diese Zeiten sind vorbei: Eine Lichtshow hat unter anderem die SCB-Cheerleader abgelöst.

Diese Zeiten sind vorbei: Eine Lichtshow hat unter anderem die SCB-Cheerleader abgelöst.

Mit ihren Pompons und heissen Tanzeinlagen heizten die SCB-Cheerleader Spielern und Fans bei jedem Heimspiel in der Postfinance-Arena ein - seit 1996. Damit ist nun Schluss. Die Cheerleader wurden aus dem Stadion verbannt. «Wir haben beschlossen, den alten Zopf abzuschneiden. Irgendwann muss etwas Neues her», sagt SCB-Sprecher Christian Dick. Statt der Tanzeinlagen sorgt der Verein nun mit einem neuen Konzept beim Einlaufen der Spieler ins Stadion für Stimmung. Eine Lichtshow sowie das Feuer auf einer LED-Leinwand begleiten die Spieler seit dieser Saison beim Betreten des Eisfelds.

Fans setzen sich für Rückkehr ein

«Die neue Lichtshow ist bombastisch», freut sich auch SCB-Fan Andreas Grauwiler. Aber: «Die Cheerleader gehören einfach dazu. Das Erscheinungsbild ist jetzt anders und die Tanztruppe fehlt.» Deshalb wird Grauwiler nun mit einer Facebook-Gruppe aktiv. Dort fordert er, dass die Frauen während den Heimspielen wieder für Stimmung sorgen dürfen.

Doch nicht allen SCB-Fans fehlt die Tanztruppe. In einer anderen Facebook-Gruppe, welche die Rückkehr von Ex-Trainer Antti Törmänen fordert, schreibt ein User: «Cheerleader haben im Eishockey sowieso nichts verloren.» Ein weiterer schreibt: «Mir ist nicht einmal aufgefallen, dass sie weg sind.»

Cheerleader sind enttäuscht

Bei den Cheerleadern selbst ist die Enttäuschung gross. «Das ist sehr schade. Jede einzelne von uns war mit Leidenschaft zum Tanz und zum SCB mit dabei», sagt eine Cheerleaderin. Für die Truppe scheint es keine Zukunft zu geben. «Wir haben uns aufgelöst. Wir sind immer noch dabei, uns mit der Situation abzufinden.»

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