Randy Krummenacher: Der schnellste der Lahmen
Aktualisiert

Randy KrummenacherDer schnellste der Lahmen

Randy Krummenacher (20) nimmt beim GP von Aragon aus der zweiten Reihe heraus (7. im Qualifying) zum zwölften Mal Anlauf zum Durchbruch der 125er-Schallmauer.

von
Klaus Zaugg
Alcaniz

Ein Podestplatz ist nach wie vor das grosse Ziel. Einmal reichte es diese Saison für Platz 5 - aber eben nie für die ersten drei und beim GP von Deutschland verschenkte er den Podestplatz durch einen Sturz. Vor dem GP von Aragon ist Krummenacher zuversichtlich, dass es endlich klappt, dass er im zwölften Rennen erstmals in dieser Saison die Schallmauer durchricht und unter die ersten Drei fährt. Er sagte es gegenüber 20 Minuten Online so: «Ich brauche einen guten Start und den Anschluss an die Spitzengruppe. Dann ist es möglich.»

Nach dem missglückten ersten Trainingstag (17.) kam er im Qualifying verhältnismässig locker auf Platz 7 und in die zweite Startreihe. Besser als auf Position fünf (und in der ersten Reihe) war er diese Saison noch nie. Das Problem ist in Aragon das gleiche, das den Zürcher schon während der ganzen Saison mal stärker, mal weniger stark plagt: Die Motorenleistung. «Wir bekommen einfach nicht das bestmögliche Motorenmaterial. Wenn man so will, bin ich wenigstens der Schnellste jener Piloten, die nicht die besten Motoren bekommen.» Krummenacher - der schnellste der Lahmen.

Die Fakten sagen allerdings auf den ersten Blick etwas anderes: Krummenacher raste mit 233,10 km/h durch die Höchstgeschwindigkeitsmessung, nur drei Piloten waren noch schneller und auf die Bestmarke von Esteve Rabat fehlten nur 2 km/h. «Aber um auf diese Werte zu kommen, müssen wir bei der Motoreneinstellung ganz an die Limite gehen» relativierte der Zürcher gegenüber 20 Minuten Online die vermeintlich guten Top Speed-Werte. «Dazu kommt, dass ich sehr lange brauche, um auf die Höchstgeschwindigkeit zu kommen. Das Beschleunigungsvermögen ist ungenügend.» Aber er sei trotzdem zuversichtlich, dass er hier in Aragon etwas reissen könne. «Ich habe ein sehr gutes Gefühl. Trotz dem leichten Motorenhandicap. Weil ich in den Kurven sehr viel wieder gutmachen kann.»

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