Nesslau SG: «Der Schock sitzt tief, sie haben alles verloren»
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Nesslau SG«Der Schock sitzt tief, sie haben alles verloren»

Ein Paar hat durch ein Feuer sein Zuhause und den gesamten Besitz verloren. In der Gemeinde hält man zusammen und unterstützt die Betroffenen.

von
Michel Eggimann
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Am Dienstagmorgen sind im Weiler Gumpist-Voderlaad bei Nesslau SG ein Wohnhaus und ein Schopf vollständig abgebrannt.

Am Dienstagmorgen sind im Weiler Gumpist-Voderlaad bei Nesslau SG ein Wohnhaus und ein Schopf vollständig abgebrannt.

Kapo SG
Die Bewohner konnten sich selbstständig retten.

Die Bewohner konnten sich selbstständig retten.

Kapo SG
Es entstand ein Sachschaden von mehreren hunderttausend Franken. Das Paar hat seinen gesamten Besitz verloren.

Es entstand ein Sachschaden von mehreren hunderttausend Franken. Das Paar hat seinen gesamten Besitz verloren.

Kapo SG

Darum gehts

  • Ein Schopf und ein Wohnhaus sind in der Nacht auf Dienstag komplett abgebrannt.

  • Das Paar, das dort wohnt, konnte sich rechtzeitig in Sicherheit bringen.

  • Die Betroffenheit im Dorf ist gross.

  • Es wurde eine Sammelaktion gestartet und die Gemeinde leistet Unterstützung.

Am frühen Dienstagmorgen meldeten eine Passantin und ein Anwohner einen Brand in Nesslau SG. Als die ersten Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, stand ein Schopf bereits in Vollbrand. Die Flammen hatten zudem auf das Wohnhaus übergegriffen. Das Paar im Pensionsalter, das im Haus wohnte, konnte sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Das Ehepaar hat nicht nur sein Zuhause verloren, sondern auch seinen Besitz. Beide Gebäude sind komplett abgebrannt.

Kilian Looser, Gemeindepräsident von Nesslau, sagt: «Der Schock nach dem Brand sitzt tief. Die Betroffenen haben alles verloren. Das ist ein tragisches Erlebnis.» Man sei auf der Suche nach einer neuen Bleibe für das Ehepaar. Es werde noch geprüft, ob das ältere Paar bei Verwandten unterkommt, sonst werde die Gemeinde eine Wohnung zur Verfügung stellen. Doch dabei bleibt es nicht. «Wir sind in Kontakt mit den Betroffenen des Brandes. Wir gewährleisten unsere Unterstützung und haben auch bereits ein Spendenkonto eröffnet», so Looser.

Gemeinsam Schicksal lindern

In der gesamten Gemeinde stehe man zusammen. Privatpersonen und regionale Samaritervereine seien auch schon am Kleider- und Geldsammeln für das ältere Ehepaar. Es funktioniere alles gut, meint der Gemeindepräsident. Er hofft, dass alle gemeinsam das Schicksal für die Betroffenen ein wenig lindern können.

Eine Frau, die in der Nähe wohnt, sagt: «Ich habe das Paar jeweils beim Spazieren getroffen und mehrmals mit den beiden gesprochen.» Sie habe am Morgen nach dem Brand ein bisschen ein mulmiges Gefühl gehabt und das Morgenessen nicht wirklich geniessen können. Auch sonst ist im Dorf eine grosse Betroffenheit spürbar. Eine Frau, die den Einsatz der Feuerwehr beobachtete, aber das Paar nicht persönlich kennt, wünscht ihm viel Mut und Kraft.

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