Carmine Infantino: Der Schöpfer des Batman-Logos ist tot
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Carmine InfantinoDer Schöpfer des Batman-Logos ist tot

Comic-Legende Carmine Infantino ist im Alter von 87 Jahren in New York verstorben. Der geniale Zeichner hatte über Jahrzehnte die Superhelden-Comics geprägt und so Pop-Geschichte geschrieben.

Carmine Infantino in einer Aufnahme vom Oktober 2010. (Bild: Wikipedia/Luigi Novi)

Carmine Infantino in einer Aufnahme vom Oktober 2010. (Bild: Wikipedia/Luigi Novi)

Der Schöpfer des legendären Batman-Logos und der «Retter der Superhelden» ist tot: Comic-Zeichner Carmine Infantino starb schon am Donnerstag in seiner Wohnung in Manhattan, wie sein früherer Arbeitgeber DC Comics am Samstag bestätigte. Er wurde 87 Jahre alt.

Über Jahrzehnte hatte Infantino die Superhelden-Comics geprägt und dafür gesorgt, dass sie ein Stück Pop-Geschichte wurden. Er gab nicht nur vielen Comic-Figuren ihre heute unverkennbare Gestalt, sondern gilt auch als «der Mann, der Batman rettete».

Infantino wollte eigentlich Architekt werden, doch für das Studium fehlte das Geld. Also wurde er Designer, zeichnete aber nebenbei Comics. Schon mit 22 Jahren schuf er eine noch heute existente Figur, Black Canary («Der schwarze Kanarienvogel»). Mitte der fünfziger Jahre, als es mit Comics in den USA bergab ging, stiess er zum Giganten DC Comics.

Hier bekam er erst den Auftrag, die Figur The Flash neu zu gestalten. Wenn das nicht gelinge, werde die Serie eingestellt. Infantino verpasste dem rasenden Mann den roten Anzug mit dem gelben Blitz, den noch heute jedes Kind kennt.

Neues Batgirl

Wenige Jahre später sollte er noch eine andere Figur neu kreieren: Batman. Auch hier gelang die Wiederbelebung und Infantino gab dem Fledermausmann ein ganz neues, bis heute gültiges Image. Dabei entwarf er auch das bekannte schwarz-gelbe Batman-Symbol, das zu den bekanntesten Logos überhaupt zählt.

Die beiden Comics, die einst vor der Pleite standen, sind längst Legenden und gehören heute zu den bekanntesten ihrer Art. Infantino schuf auch ein neues Batgirl und verhalf ihm zum Durchbruch.

«Als Zeichner war Infantino ein Meister der Bewegung», schrieb die «New York Times» in ihrem Nachruf. «Von jedem der zahlreichen Titelbilder, die er für DC Comics entwarf, scheinen die Helden aus der Seite herauszuspringen, direkt auf den Betrachter zu.»

Kaum zu glauben: Infantino mochte Superhelden-Comics gar nicht besonders. Viel lieber las er humorvolle Geschichten. (sda)

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