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Bauboom in der KriseDer Schweiz fehlen Handwerker

Nicht für alle ist es derzeit schwer, einen neuen Job zu finden: Geeignete Handwerker werden sogar aus dem Ausland zu uns geholt. Auch wegen der Konjunkturprogramme.

von
bal

Die Arbeitslosenzahl steigt von Monat zu Monat. Aber während es immer mehr stellen­lose Verkäufer, Banker und Büroangestellte gibt, finden Baufirmen nur schwer geeignete Handwerker. «Fachleute braucht es ganz dringend – egal wie alt sie sind», sagt der Leiter des RAV Suhr Othmar Huber. Auf dem RAV Baden klingt es ähnlich: «Haben wir bei uns einen arbeitslosen Maurer oder Maler, klingelt das Telefon von interessierten Firmen im Halbstundentakt», so Teamleiter Daniel Kolb. Drei arbeitslose Schreiner gibt es derzeit im Aargau. Eine neue Stelle zu finden, sollte ihnen nicht schwer fallen: Schweizweit hat es 144 offene Schreinerstellen. Im Vergleich: Im Mai gab es alleine im Gastgewerbe schweizweit über 1800 Arbeitslose. Für Huber ist klar: «Die Krise ist im Baugewerbe noch nicht angekommen.» Dazu tragen auch die Konjunkturpakete des Bundes bei, dank denen Geld vor allem in den Bau von Infrastrukturen floss. Um offene Stellen zu besetzen, holen Firmen jetzt Handwerker aus dem Ausland. Kolb: «Vor allem aus Ostdeutschland, Spanien und Portugal kommen Fachkräfte.» (bal/20 Minuten)

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