Piëch GT – Der Schweizer Traumwagen soll bald in die Produktion starten
Mit einer Batteriekapazität von 75 kWh soll der Piëch GT 500 Kilometer weit kommen. 

Mit einer Batteriekapazität von 75 kWh soll der Piëch GT 500 Kilometer weit kommen.

Piëch Automotive
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Piëch GTDer Schweizer Traumwagen soll bald in die Produktion starten

Das Zürcher Start-up Piëch Automotive hat die Erprobung ihres GT gestartet. 2024 soll er auf den Markt kommen.

von
Dave Schneider

Einer der Stars des Genfer Autosalons 2019 stammte aus der Schweiz und trug einen Namen, den man sonst nur in Zusammenhang mit VW kennt. Mit dem Piëch Mark Zero, einer wunderschönen Design-Studie eines vollelektrischen Grand Turismo, präsentierte sich die junge Marke mit Sitz in Zürich erstmals der Öffentlichkeit. Das Start-up Piëch Automotive wurde 2017 von Toni Piëch, Sohn des langjährigen VW-Chefs Ferdinand Piëch, zusammen mit Rea Stark Rajcic gegründet. Ihre Pläne waren ambitioniert: Zwei Jahre nach Firmengründung stand die Studie in Genf, drei weitere Jahre später sollte sie auf den Markt kommen. Trotz Corona-Krise scheinen die Zürcher Wort zu halten, denn nun startet der Piëch GT in die Erprobungsphase – die Markteinführung soll dann 2024 erfolgen.

Moderner Klassiker

«Wir haben einen Sportwagen mit zeitlosem Design entworfen, wie wir ihn uns selber erträumen würden», sagt Mitgründer Rea Stark Rajcic. «Wir haben lange mit vielen Enthusiasten darüber gesprochen, was dem Markt fehlt. Heraus kam ein moderner Klassiker, der keinen Konsumzyklen unterworfen ist. Der neue Piëch GT soll überzeugend die Gene eines klassischen Sportwagens ins Elektro-Zeitalter transportieren.» Die technischen Daten klingen vielversprechend: Der Gran Turismo soll trotz grosser Batterie nur 1800 Kilogramm auf die Waage bringen, 450 kW/611 PS leisten und damit die 100-km/h-Marke in unter drei Sekunden knacken. Und mit einer Batteriekapazität von 75 kWh soll der Piëch GT nach WLTP 500 Kilometer weit kommen, der Akku soll in acht Minuten wieder auf 80 Prozent geladen werden können.

«Ein Sportwagen, wie wir ihn uns selber erträumen würden»: Das Design des Piëch GT weckt Emotionen.

«Ein Sportwagen, wie wir ihn uns selber erträumen würden»: Das Design des Piëch GT weckt Emotionen.

Piëch Automotive
Dank drei Elektromotoren soll der Piëch GT in unter drei Sekunden auf Tempo 100 beschleunigen.

Dank drei Elektromotoren soll der Piëch GT in unter drei Sekunden auf Tempo 100 beschleunigen.

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Eine volle Akkuladung soll für 500 Kilometer reichen, bis 80 Prozent laden dauert acht Minuten. 

Eine volle Akkuladung soll für 500 Kilometer reichen, bis 80 Prozent laden dauert acht Minuten.

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Den Antrieb übernehmen drei Elektromotoren: An der Vorderachse ist ein Synchronmotor mit einer Leistung von 150 kW, an der Hinterachse sind deren zwei. Da ein Teil der Batteriemodule im Mitteltunnel und der Rest an der Hinterachse platziert ist, soll ein Fahrverhalten möglich sein, wie man es bisher nur von Sportwagen mit Verbrennungsmotor kenne – mit tiefer Sitzposition, präzisem Handling und direktem Feedback von der Strasse.

Weitere Modelle sollen folgen

Nächsten Frühling will Piëch Automotive einen zweiten Prototyp des GT bauen, 2023 sollen weitere folgen. 2024 ist der Beginn der Serienproduktion im Werk eines renommierten Autoherstellers geplant. Die Pläne der Zürcher bleiben ambitioniert: Im ersten Jahr sollen 1200 Fahrzeuge entstehen, und auf den GT sollen zwei weitere Modelle folgen, ein SUV und eine Sportlimousine. Der Preis für den Piëch GT ist noch nicht bekannt.

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