Einer lügt: «Der Sex war einvernehmlich»
Aktualisiert

Einer lügt«Der Sex war einvernehmlich»

Eine Schweizer Missionarin in Argentinien behauptet, von einem Taxifahrer vergewaltigt worden zu sein. Jetzt behauptet der Mann, sie habe ihn auf ein Schäferstündchen eingeladen.

von
kle
Yael K. liess sich vom Taxifahrer fotografieren. Die Bilder hat der Mann immer noch auf seinem Handy. (Screenshot: Canal 11 de Salta)

Yael K. liess sich vom Taxifahrer fotografieren. Die Bilder hat der Mann immer noch auf seinem Handy. (Screenshot: Canal 11 de Salta)

Die Geschichte scheint sich ganz anders abgespielt zu haben, als bisher behauptet. Noch am Montag hiess es in argentinischen Medien, die Schweizer Missionarin Yael K.* sei in der Stadt Salta, im Norden des Landes, von einem Taxifahrer auf dem Rücksitz des Autos überfallen und vergewaltigt worden. Doch jetzt meldet sich der Beschuldigte zu Wort und gibt eine völlig andere Version des Vorfalls zu Protokoll.

Wie der Chauffeur im Interview mit dem lokalen TV-Sender «Canal 11» behauptet, sei der Sex mit der Schweizerin einvernehmlich gewesen. Die 21-Jährige sei sogar diejenige gewesen, die ihn eingeladen habe, sich zu ihr auf den Rücksitz des Taxis zu setzen. Schon zu Beginn der Fahrt sei zwischen den beiden eine gute Stimmung entstanden. Die Schweizerin, die fehlerfrei Spanisch spricht, habe dem Taxifahrer erzählt, dass sie an ihrem Ziel, einem Shoppingcenter, Freundinnen treffe.

Nach dem Sex ein kleines Fotoshooting

Der Mann habe gefragt, ob sie es eilig habe. K. habe angegeben, dass sie eher zu früh sei. Der Chauffeur erklärt im Interview, er habe sie daraufhin eingeladen, mit ihm ein Glacé essen zu gehen. Sie willigte ein. Das Eis habe das Paar im Auto gegessen. «Weil es immer noch zu früh war, schlug ich vor, mit ihr ein wenig durch die Stadt zu fahren. Ich brachte sie zum Güemes-Platz.» Dort sei das Paar ausgestiegen und habe sich geküsst. Die Missionarin habe vorgeschlagen, ins Auto zu steigen und sich auf dem Rücksitz zu vergnügen. Er habe das Angebot angenommen.

«Sie fasste mich überall an und zog ihre Hose aus. Sie wollte mit mir schlafen», erzählt der Beschuldigte. Das Kondom, das der Mann aus seinem Portemonnaie holte, ging kaputt, also warf er es aus dem Fenster und das Paar hatte ungeschützten Sex. «Danach machte ich Bilder von uns zwei und auch eines von ihr. Sie wollte mich am nächsten Tag treffen und gab mir ihre Telefonnummer. Ich schickte ihr am Montagmorgen eine Nachricht, aber sie antwortete nicht», erzählt der Taxifahrer weiter.

Der Chauffeur habe sie am Schluss zu ihrem Ziel gefahren und – anders als K. behauptet – kein Geld für die Fahrt verlangt. Ihre Anschuldigungen verstehe er nicht, sagt er im Interview. K. richte damit grossen Schaden an. Doch die Bilder, die er auf seinem Handy habe, würden eine andere Geschichte erzählen.

Interview mit dem angeblichen Vergewaltiger

Quelle: Informate Salta

Deine Meinung