Neuen Vertrag unterschrieben - Der siebenfache Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton bleibt bei Mercedes
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Neuen Vertrag unterschriebenDer siebenfache Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton bleibt bei Mercedes

Eigentlich schien es nie anders möglich, nun ist die Bestätigung da: Lewis Hamilton hat bei Mercedes einen neuen Vertrag unterschrieben.

In seiner Freizeit springt Hamilton aus dem Flugzeug.

Darum gehts

  • Lewis Hamilton hat seinen Vertrag bei Mercedes verlängert.

  • Der Brite bleibt zwei weitere Jahre bei den Silberpfeilen.

  • Der 36-Jährige wurde bisher siebenmal Weltmeister in der Formel 1.

Lewis Hamilton hat noch lange nicht genug. Der Superstar der Formel 1 hat seinen Vertrag bei Branchenführer Mercedes um zwei weitere Jahre bis zum Ende der Saison 2023 verlängert. Das gab der Rennstall des deutschen Autobauers am Samstag bekannt. Damit bekommt der 36-jährige Brite die Chance, bis zu zehn Weltmeisterschaften gewinnen zu können. Bereits jetzt ist er mit sieben Titeln, gemeinsam mit Michael Schumacher, Rekordhalter. Unerreicht sind seine 98 Grand-Prix-Siege und 100 Pole Positions.

«Wir haben gemeinsam sehr viel erreicht, aber wir können noch viel mehr erreichen, sowohl auf als auch neben der Strecke», sagte Hamilton in einer Mitteilung und ergänzte mit Blick auf umfassende Regeländerungen in der Formel 1 im kommenden Jahr: «Wir stehen am Anfang einer neuen Fahrzeug-Ära, die gleichzeitig herausfordernd und aufregend sein wird, und ich kann es kaum erwarten, herauszufinden, was wir noch alles gemeinsam erreichen werden.»

Lewis Hamilton bleibt bei Mercedes. 

Lewis Hamilton bleibt bei Mercedes.

Getty Images

Hamilton fährt bereits seit 2013 für das Werksteam, elf Jahre wird er Ende 2023 in den Diensten der Silberpfeile gestanden haben. Zu Beginn dieses Jahres hatte der Dauersieger der vergangenen Jahre seinen Vertrag nur um eine Saison verlängert. Aufgrund der Corona-Pandemie hatte es lange gedauert, bis sich beide Seiten einigten. Nun lief alles geräuschlos ab. Hamilton hatte sich eine Einigung vor der Sommerpause im August gewünscht. Nun klappte es sogar noch früher.

Dass sich Hamilton einem anderen Team in der Formel 1 anschliesst, galt aber ohnehin als äusserst unwahrscheinlich. Sechs seiner sieben WM-Titel hatte er im Mercedes gewonnen. Geschlagen wurde er nur 2016 von Teamkollege Nico Rosberg, der anschliessend zurücktrat. In dieser Saison könnte eine Titelverteidigung aber schwer werden. Vor dem neunten von 23 Saisonläufen an diesem Sonntag (ab 15 Uhr live bei uns im Ticker) im österreichischen Spielberg liegt er in der Gesamtwertung mit 18 Punkten Rückstand hinter Max Verstappen auf dem zweiten Platz.

In eine neue Ära

«Wir geniessen den Zweikampf in diesem Jahr sehr und deshalb wollten wir die Vertragsgespräche auch so früh abschliessen, damit dadurch keine Ablenkung vom Wettkampf auf der Rennstrecke entsteht», sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff: «Ich habe Lewis gesagt, dass er immer bei uns fahren kann, solange dieses unglaubliche Feuer für den Rennsport in ihm brennt.»

Daran besteht kein Zweifel. Deswegen gehen beide Seiten in die neue Ära der Formel 1. 2022 tritt ein neues Reglement in Kraft, das als Revolution bezeichnet werden kann. Die neuen Autos werden schwerer, unterliegen neuen Aerodynamik-Regularien und das Fahrwerk wird stark vereinfacht. «Zum Beginn der neuen Formel 1-Ära ab der Saison 2022 kann ich mir keinen besseren Fahrer im Team wünschen als Lewis», sagte Wolff. Hamiltons Erfolge würden für sich sprechen. «Und mit seiner Erfahrung, seinem Speed und seiner Rennintelligenz erreicht er den Gipfel seiner Leistungsfähigkeit», sagte der Österreicher.

Unklar bleibt, wer Hamiltons Teamkollege wird. Der Vertrag des Finnen Valtteri Bottas läuft Ende des Jahres aus. Seit Wochen wird spekuliert, dass der in diesem Jahr schwächelnde Vizeweltmeister keine Zukunft mehr bei Mercedes hat und künftig vom Briten George Russell ersetzt wird. Dem 23-Jährigen soll die Zukunft gehören. Eine feststehende Einigung bestreiten alle Seiten weiterhin.

Er bekommt Freiheiten

Hamilton ist hingegen schon lange zum Gesicht der Silberpfeile und der Formel 1 geworden. Er bekommt die Freiheiten, die er braucht, um seine besten Leistungen abzurufen, zudem kann er seinen Kampf gegen Rassismus und für Gleichberechtigung und Diversität öffentlich auch als Vorreiter bestreiten. In der vergangenen Saison waren Hamilton und Bottas eigens in schwarz lackierten Silberpfeilen gefahren.

«Ich bin wahnsinnig stolz darauf und unheimlich dankbar dafür, wie Mercedes mich bei meinem Engagement für mehr Vielfalt und Gleichberechtigung in unserem Sport unterstützt hat», sagte Hamilton am Samstag: «Sie haben selbst Rechenschaft abgelegt und wichtige Schritte unternommen, um ein vielfältigeres Team und ein inklusives Umfeld zu schaffen.»

Hamilton kam als erster Schwarzer zur Saison 2007 in die Formel 1. In seinem Premierenjahr hätte der Sohn eines Einwanderers aus der Karibik beinahe den Titel im McLaren geholt. 2008 gewann er erstmals die WM, es folgten die Titel 2014, 2015, 2017, 2018, 2019 und 2020.

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(dpa/hua)

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