Sponsored: Der Skilehrer sprengte das Martinsloch am Eiger
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SponsoredDer Skilehrer sprengte das Martinsloch am Eiger

Schräge Vögel gibt es in der Jungfrau-Region nicht erst seit unserem Skilehrer. Legendär sind die Geschichten des urchigen Pintenfritz, etwa über den Toten in der Regentonne.

von
CP

Nicht nur unser Skilehrer sorgt in der Jungfrau–Region für Räubergeschichten. Auch der legendäre Pintenfritz war ein Original, das bereits vor 150 Jahren die Gegend um Grindelwald unsicher machte. Sein richtiger Name lautete Fritz Bohren, bekannt als Wirt des Hotels Bellevue in Grindelwald, genannt «Pinte» und des Berghotel Faulhorn. Im Volksmund nannte man das Lokal Pinte. Das Auftreten von Pintenfritz war ebenfalls legendär: Auf seinem Schlitten erkannte man ihn schon von weitem an seinem markanten Schnauz, einem Stumpen im Mundwinkel und seiner Schiebermütze – die heute, Hipster sei Dank, wieder in Mode ist.

Die Gäste bekamen ihr Fett weg

Pintenfritz pflegte ein bodenständig-schweizerisches Verhältnis zu seinen Gästen und führte ihnen mit viel Schalk ihre Schwächen und Marotten vor. Einer verwöhnten jungen Frau beispielsweise antwortete er auf die Frage, ob sie frisches Wasser haben könne, sie könne gerne welches aus der Regentonne holen. Dort sei in den Tagen zuvor ein properer Engländer ertrunken. Und einem Lackaffen, der dauernd seine Haare kämmte, erklärte er, dieser könne sich das sparen, seine Leute würden ihn dann schon strählen. Im Berner Oberländer Dialekt bedeutet «strählen» (kämmen) im übertragenen Sinn «jemandem Geld abknöpfen».

Sein Humor und seine schlagfertig-provokante Art kamen bei den Gästen aber sehr gut an. Jeder wollte ihn sehen und kennenlernen, den Pintenfritz, das urige Original von der Kleinen Scheidegg.

Das Raubein mit der väterlichen Seite

Allen Ecken und Kanten zum Trotz hatte der gute Pintenfritz aber auch eine fürsorgliche Seite: Kamen seine Gäste durchnässt und frierend an, standen gleich ein kräftiger Grog und trockene Kleidung bereit. So wurde das Grindelwaldner Raubein bereits zu Lebzeiten eine Legende – und eine Schlittelstrecke, die er oft benutzte, wurde nach ihm benannt: «Big Pintenfritz» ist heute mit 15 Kilometern die längste Schlittelbahn der Welt.

Hier geht es zu den vorherigen Episoden unserer Webserie «Der Skilehrer Folge 1», «Der Skilehrer Folge 2» und «Der Skilehrer Folge 3».

Hier gehts zur längsten Schlittelbahn der Welt

Diesen Beitrag erstellte Commercial Publishing Tamedia in Zusammenarbeit mit Jungfrau.ch

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