Aktualisiert 08.02.2018 09:13

Carlo JankaDer Sonderfall ist bereit, Vollgas zu geben

Kommt Carlo Janka in Südkorea zu seiner Saisonpremiere? Erst muss er seinem Trainer beweisen, dass er ein Medaillenkandidat ist.

von
A. Stäuble, Jeongseon

Janka muss beweisen, dass er ein Medaillenkandidat ist. (Video: 20min)

Einzig Beat Feuz ist für die Abfahrt vom Sonntag (3 Uhr Schweizer Zeit) gesetzt. An wen Thomas Stauffer die anderen drei Startplätze vergibt, will der Cheftrainer anhand der drei Trainings entscheiden. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei «Sonderfall» (Stauffer) Carlo Janka.

Der 31-Jährige erlitt Ende Oktober einen Kreuzbandriss und hat in dieser Saison noch kein Rennen bestritten. Die Vorgabe seines Chefs ist klar: «Er muss zeigen, dass er ein Medaillenkandidat ist. Wenn er nicht zurechtkommt, wird er nicht nominiert», so Stauffer.

Der Start ist geglückt

Auch weil ihm das handicapierte Knie keine Sorgen bereitet, fühlt sich Janka bereit für das interne Duell mit seinen Teamkollegen. Nebst Janka wollen sich Mauro Caviezel, Patrick Küng, Gilles Roulin und Marc Gisin ein Ticket ergattern.

Primär muss Janka schnell sein. «Im Vergleich zu den Trainings im Weltcup, die ich bislang bestritten habe, bedarf es einer grossen Steigerung», ist er sich bewusst. Zwischen 2,3 und 3,4 Sekunden büsste er in den Trainings in Wengen und Garmisch auf die Besten ein.

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Ist die Saison von Carlo Janka vorbei, bevor sie angefangen hat? Der Bündner hat sich im Training schwer am rechten Knie verletzt.

Ist die Saison von Carlo Janka vorbei, bevor sie angefangen hat? Der Bündner hat sich im Training schwer am rechten Knie verletzt.

epa/Vassil Donev
Er wird sich keiner Operation unterziehen.

Er wird sich keiner Operation unterziehen.

AP/Alessandro Trovati
Was bedeutet die Verletzung im Hinblick auf die Olympischen Spiele, die im Februar in Südkorea steigen?

Was bedeutet die Verletzung im Hinblick auf die Olympischen Spiele, die im Februar in Südkorea steigen?

Keystone/Jean-christophe Bott

Der Start auf der vergleichsweise kürzeren Olympia-Strecke ist dem Bündner geglückt. Als Achter verlor Janka am Donnerstag im ersten Training 1,06 Sekunden auf die Bestzeit. Der schnellste Schweizer war jedoch Mauro Caviezel. Er belegte hinter dem Kanadier Manuel Osborne-Paradis und dem Norweger Kjetil Jansrud den dritten Rang (Resultate unten).

Die Olympia-Hauptprobe gewonnen

Die Tatsache, dass Janka vor zwei Jahren die Olympia-Hauptprobe im Super-G überlegen für sich entschieden hatte, könnte den einen oder anderen fehlenden Trainings- und Rennkilometer vergessen machen. Auch Beat Feuz tritt im Wissen an, dass ihm das Terrain durchaus behagt: Er belegte in der Abfahrt 2016 den fünften Platz.

Männer. Erstes Training für die Abfahrt am Sonntag und die Kombination am Dienstag:

1. Manuel Osborne-Paradis (CAN) 1:40,45.

2. Kjetil Jansrud (NOR) 0,31 zurück.

3. Mauro Caviezel (SUI) 0,45.

4. Matthias Mayer (AUT) 0,75.

5. Brice Roger (FRA) 0,92.

6. Max Franz (AUT) 094.

7. Bryce Bennett (USA) 0,98.

8. Carlo Janka (SUI) 1,06.

9. Maxence Muzaton (FRA) 1,14.

10. Ryan Cochran-Siegle (USA) 1,21.

11. Peter Fill (ITA) 1,24.

Ferner:

15. Beat Feuz (SUI) 1,41.

19. Marc Gisin (SUI) 1,80.

20. Aksel Lund Svindal (NOR) 1,81.

22. Vincent Kriechmayr (AUT) 1,88.

28. Hannes Reichelt (AUT) 2,08.

29. Dominik Paris (ITA) 2,10.

31.* Thomas Dressen (GER) 2,28.

33. Patrick Küng (SUI) 2,35.

36. Gilles Roulin (SUI) 2,47.

46. Marcel Hirscher (AUT) 3,93.

49. Alexis Pinturault (FRA) 4,12.

50. Thomas Tumler (SUI) 4,23.

55. Justin Murisier (SUI) 4,50.

57. Ted Ligety (USA) 4,91.

65. Marco Pfiffner (LIE) 6,49.

81. Luca Aerni (SUI) 24,67.

* Torfehler. - 82 gestartet, 81 klassiert.

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