Der Sport setzt auf Mode: Streifen und Neonfarben
Aktualisiert

Der Sport setzt auf Mode: Streifen und Neonfarben

Der Sport wird
bunt: Auffällige Streifen
und knallige Neonfarben
erobern den Tenniscourt,
das Fitnesscenter und
die Golfplätze.

Tenniskenner trauten ihren Augen kaum, als Fabrice Santoro anlässlich des Paris Bercy Tennis Open den Court betrat. Oder anders gesagt: Die Zuschauer wurden fast blind. Der Franzose trug ein Poloshirt von Lacoste, das strahlte wie die aufgehende Sonne. Unzählige Streifen in den verschiedensten Farben reihten sich aneinander – und lenkten zeitweise fast gänzlich vom Spiel ab. Das gab es im «unschuldigen Tennis», wo Weiss und Unifarben an der Tagesordnung sind, noch nie. «Streifen und Neonfarben erobern den Sport», weiss Rolf Hunziker, Sprecher von Nike Schweiz. Und zwar egal, ob im Tennis, Golf oder dem gesamten Wintersport.

Etwas spät, mögen Modekenner vielleicht anmerken, wurde der 80er-Stil im Casualbereich ja bereits vor zwei Jahren getragen. Hunziker: «Im Sport dauert alles etwas länger. Zumal Mode erst langsam einen festen Platz erhält.» Während Puma bereits eine stattliche Farbenauswahl bereithält, können sich Sportbegeisterte bei Nike, Adidas, Carhartt und Co. erst im Frühling 2008 mit Streifen und Neonfarben eindecken. Ausser natürlich, man heisst Monsieur Santoro, darf mit Einzelstücken blenden und den Rest der Welt gluschtig machen.

Martina Marti

Deine Meinung