Aktualisiert 19.03.2020 13:00

Alex Wilson

Der Sprinter fürchtet einen Anstieg von Dopern

Alex Wilson weilt noch in einem Trainingslager, um sich für die Olympischen Spiele vorzubereiten. Dabei informiert er sich stets über die Corona-Krise.

von
erh

Noch trainiert er, der schnellste Sprinter der Schweiz. Nur für was, das weiss er nicht mehr so richtig. Alex Wilson befindet sich gerade in einem Trainingslager in Orlando, um sich auf den Höhepunkt dieses Jahres vorzubereiten: die Olympischen Spiele 2020 in Tokio. Doch ob diese aufgrund der Corona-Pandemie überhaupt stattfinden können, ist fraglich, auch wenn der Leichtathlet noch daran glaubt.

Im Interview mit Bazonline.ch (Bezahlschranke) schildert der 29-Jährige, wie er Mitte Februar die ganze Situation noch als weit weg betrachtete. Und erst mit der Absage der Fasnacht in Basel zu realisieren begonnen habe, dass da etwas Schlimmes im Anmarsch sei. Darauf angesprochen, ob ihm die Situation auf die Moral schlage, sagt Wilson: «Ich versuche, mich zu informieren, ich will aber auch nicht nur am Handy hängen. Sonst machst du dich nur kaputt. Es steht so viel ‹Schissdräck› drin. Mein Hauptjob ist es jetzt, hart zu trainieren. Damit ich bereit bin, wenn es im Sommer doch noch losgeht.»

Finanzieller Verlust und fehlende Dopingkontrollen

Was aber, wenn die Spiele ganz abgesagt werden? «Dann wäre ich riesig enttäuscht, weil die Spiele meilenweit über allem stehen. Eine Medaille an Olympia ist zehnmal so viel wert wie eine EM-Medaille. Vom Sportlichen her, aber auch finanziell.»

Am meisten beschäftigt den Schweizer Rekordhalter über 100 m und 200 m jedoch etwas anderes: «Jetzt ist die Stunde der Doper gekommen. Die laden sich jetzt mit ihrem Zeug voll.» Denn seit er in Orlando weile, sei er noch nie kontrolliert worden, und das, obwohl er die betreffenden Stellen stets über seinen Aufenthaltsort informiert halte.

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