Aktualisiert

«Der Staat Israel ist Holocaust-Fortsetzung»

Die Gründung Israels nach dem Zweiten Weltkrieg bezeichnete der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad heute Sonntag als einen Versuch der Europäer, den von Nazi-Deutschland begonnenen Holocaust zu Ende zu bringen.

Damit hat er seinen israelfeindlichen Äusserungen eine neue Variante hinzugefügt.

Die amtliche iranische Nachrichtenagentur IRNA zitierte Ahmadinedschad mit der Frage: «Denken Sie nicht, dass die Fortsetzung des Völkermords durch die Ausweisung von Juden aus Europa ihr (der Europäer) Ziel war, ein Regime von Besatzern in Al Kuds (Jerusalem) zu errichten?» Und weiter: «Ist das nicht eine wichtige Frage?»

Im Dezember hatte Ahmadinedschad den Holocaust als einen Mythos bezeichnet und gefordert, die Europäer - insbesondere Deutschland und Österreich - sollten statt der Palästinenser Land für einen jüdischen Staat zur Verfügung stellen, wenn sie daran glaubten. Im Oktober hatte er gefordert, Israel sollte von der Landkarte ausradiert werden.

Am Sonntag erklärte Ahmadinedschad, antisemitische Einstellungen seien in der europäischen Tradition viel weiter verbreitet als in der islamischen Welt, in der Juden Jahrhunderte friedlich mit Muslimen zusammen gelebt hätten. Aus einer antisemitischen Einstellung heraus hätten die Europäer die Gründung Israels als «jüdisches Lager» als beste Möglichkeit beschlossen, die Juden loszuwerden. Nun erfreue sich Israel der Unterstützung der USA und Europas beim, wie er sagte, Abschlachten von Muslimen. (dapd)

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