Château Gütsch: Der Stadtrat wird weiter verhandeln müssen

Aktualisiert

Château GütschDer Stadtrat wird weiter verhandeln müssen

Der Gütsch-Besitzer Alexander Lebedev spielt weiter auf Zeit. Der Luzerner Stadtrat wird das Spiel mitmachen müssen, fürchten die Parteien.

von
Daniela Gigor
So sieht die Talstation der Gütschbahn im Moment aus: Eine grosse Baustelle.

So sieht die Talstation der Gütschbahn im Moment aus: Eine grosse Baustelle.

Die SP/Juso-Fraktion will vom Stadtrat wissen, wie er aus dem «Gütsch-Debakel» lernen will. In seiner gestrigen Antwort schreibt der Stadtrat: «Es gibt keine gesetzliche Grundlage, wonach ein Bauprojekt, welches rechtskräftig bewilligt wurde, auch tatsächlich ausgeführt werden muss.» Aber: Wenn die Bauarbeiten für das Gütsch-Erweiterungsprojekt bis zum 31. Oktober nicht gestartet wurden, verfällt die Baubewilligung. Sicher ist schon jetzt, dass der neue Schräglift auf den Gütsch nicht bis Ende Oktober fahren wird, wie es die Stadt ebenfalls verlangte und auch hier mit dem Verfall der Baubewilligung droht.

ÖV-Erschliessung ist wichtig

Im August noch hatte die Stadt auf das Ultimatum gepocht. Kürzlich sagte nun Stadtpräsident Stefan Roth zur «Neuen LZ», es sei ein «Etappensieg» für die Stadt, dass die Bahn überhaupt im Bau ist. Ob der Stadtrat nun ein Auge zudrückt, liess er offen. Baudirektorin Manuela Jost sagte gestern: «Dem Stadtrat ist die ÖV-Erschliessung wichtig.»

Die unendliche Gütsch-Geschichte geht also weiter: «Es zeichnet sich kein Ende ab. Wir beobachten dies mit Sorge», sagt SP-Grossstadtrat Nico van der Heiden. Für SVP-Grossstadtrat Peter With könne nichts erzwungen werden: «Zumindest scheint es bei der Bahn vorwärts zu gehen.» FDP-Grossstadtrat Daniel Wettstein sagt, der Stadtrat werde zähneknirschend weiter mit der Bauherrschaft verhandeln müssen. «Wenn der Bahn jetzt der Stecker gezogen wird, so wird es noch viel längere Zeit keine Bahn geben.»

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