Auf und davon: Der standhafte Zauberfloh
Aktualisiert

Auf und davonDer standhafte Zauberfloh

Lionel Messi ist kaum vom Ball zu trennen. Barças Superstar geht praktisch auch nie zu Boden, wenn er attackiert wird. Ausser an einem Ort.

von
Herbie Egli

Lionel Messi fällt praktisch nie auf den Rasen. (Video: YouTube)

Lionel Messi ist ein Phänomen. Der dreifache Weltfussballer des Jahres wirbelt durch die gegnerischen Abwehrreihen und spielt die Gegner schwindlig. Selbst wenn ihn zwei oder drei Gegenspieler versuchen zu stoppen, kommt er irgendwie an ihnen vorbei. La Pulga – der Floh – ist einfach nicht zu stoppen.

Bemerkenswert ist auch, dass Messi bei Zweikämpfen mit gegnerischen Spielern praktisch nie zu Fall kommt. Der 1,69 Meter grosse oder - wenn man es anders sehen will - kleine Spieler dribbelt sich gekonnt mit dem Ball an den Gegnern vorbei. Berührungen scheint er zu ignorieren. Und wenn er ins Straucheln kommt, rappelt er sich auf und rennt weiter. Der Schweizer Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld sagte vor dem Länderspiel gegen Argentinien Ende Februar, dass man gegen Messi nur gemeinsam bestehen könne. Dies gelang auch nicht. Der 24-jährige Argentinier schoss beim 3:1-Sieg der Südamerikaner alle Tore.

«Messi fällt nicht einfach hin»

Natürlich kann sich Messi nicht immer nur auf den Beinen halten, sondern fällt ab und zu auch einmal auf den Rasen, wenn er gefoult wird. Am wenigsten standhaft zu sein scheint der Zauberfloh in den gegnerischen Strafräumen. Dort geht er schneller zu Boden und hofft auch mal auf einen Penaltypfiff des Schiedsrichters. So geschehen in der Vorrunde gegen Gijón, Real Sociedad und Valencia. Barça-Trainer Pep Guardiola nimmt seinen Superstar aber in Schutz. «Wenn Messi im Strafraum hinfällt, dann deshalb, weil er gefoult wurde. Er lässt sich nicht einfach fallen», sagte er damals in «Spaniens Allgemeiner Zeitung».

Messi nach dem Spiel gegen die Schweiz

Der Breitbeinige

Cristiano Ronaldo, der zweite Superstar, der in Spanien sein Geld verdient, ist etwas weniger standhaft als Messi. Der Portugiese fällt bei einem Zweikampf eher einmal auf den Rasen und hofft auf den Schiedsrichterpfiff. Ertönt dieser auch und das Foul passiert in Strafraumnähe, tritt der Gefoulte gleich selbst zum Freistoss an. Breitbeinig stellt sich Ronaldo hin und haut mit voller Wucht auf den Ball. Der 27-jährige Stürmer von Real Madrid hat so schon einige wunderbare Treffer erzielt (Video unten).

Wie standhaft - oder eben auch nicht - Ronaldo und Messi auch immer sind, beide Spieler sind für ihre Vereine Gold wert. Ronaldo hat in dieser Saison 30 Meisterschaftstore erzielt (Stand: 7. März 2012). Messi kommt auf 28 Treffer. Es werden nicht die letzten gewesen sein.

(Video: YouTube)

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