Aktualisiert 29.11.2018 15:21

20-Minuten-Reportage

Der Starkoch von der Front gegen den IS

Im syrischen Nordosten geht der Kampf gegen die Islamisten des «Islamischen Staates» (IS) in die letzte Runde. Eine Reportage von hinter und von der Front selbst.

von
Ann Guenter
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Vor einem Jahr prangte hier noch ein riesiges IS-Zeichen, die Kräfte der SDF taten ihr Bestes, es unkenntlich zu machen.

Vor einem Jahr prangte hier noch ein riesiges IS-Zeichen, die Kräfte der SDF taten ihr Bestes, es unkenntlich zu machen.

Ann Guenter/20Minuten
Eine weitere Schule in einem der Dörfer, die wir passieren. Der IS hat Koranverse an die Mauern gesprayt. Die SDF belassen die Sprayereien - wohlweislich: Sie übermalen lediglich jede Erwähnung des so genannten «Islamischen Staates», ansonsten würden ihnen die Dorfbewohner die Übermalung von Koranversen als Frevelei auslegen.

Eine weitere Schule in einem der Dörfer, die wir passieren. Der IS hat Koranverse an die Mauern gesprayt. Die SDF belassen die Sprayereien - wohlweislich: Sie übermalen lediglich jede Erwähnung des so genannten «Islamischen Staates», ansonsten würden ihnen die Dorfbewohner die Übermalung von Koranversen als Frevelei auslegen.

Ann Guenter/20Minuten
Dass der IS in der Region Deir ez Zor seine Wurzeln so tief graben konnte, ist kein Zufall. Die Provinz ist seit jeher eine Brutstätte des Extremismus in Syrien. Beduinen und Schäfer leben hier, der Salafismus ist weitverbreitet. Neben dem IS werden hier auch Terrorgruppen wie die Al Qaida verheert. Das zeigt sich etwa dann, wenn wir an Schulen vorbeifahren, die nach dem einstigen Al-Qaida-Führer Abu Musab al Zarkawi benannt sind: Sein Name prangt in grossen Lettern über dem Eingang der Schule im Dorf al Hussein.

Dass der IS in der Region Deir ez Zor seine Wurzeln so tief graben konnte, ist kein Zufall. Die Provinz ist seit jeher eine Brutstätte des Extremismus in Syrien. Beduinen und Schäfer leben hier, der Salafismus ist weitverbreitet. Neben dem IS werden hier auch Terrorgruppen wie die Al Qaida verheert. Das zeigt sich etwa dann, wenn wir an Schulen vorbeifahren, die nach dem einstigen Al-Qaida-Führer Abu Musab al Zarkawi benannt sind: Sein Name prangt in grossen Lettern über dem Eingang der Schule im Dorf al Hussein.

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