Der Streethockey-Meister zittert um seinen Sportplatz

Aktualisiert

Der Streethockey-Meister zittert um seinen Sportplatz

Der Schweizermeister im Streethockey fürchtet um seine Existenz: Die Oberwil Rebells müssen ihren Trainingsplatz räumen und suchen verzweifelt nach einer Alternative – bislang ohne Erfolg.

«Ich sage es nicht gern, doch wenn wir irgendwann ohne Platz dastehen, wäre das wohl das Ende für unseren Dorfverein», sagt der 30-jährige Olivier Stemmle (30), Präsident des Oberwiler Streethockeyvereins.

Der Knatsch um den Sportplatz mitten im Dorf begann, als die ersten Wohnungen der neuen angrenzenden Siedlung bezogen wurden. Bauherr und Bewohner reichten wegen des Lärms der Sportler Beschwerde ein, der Regierungsrat hiess sie gut. Demnach müsste der Trainingsplatz innert zwei Jahren aufgehoben werden. Die Rebells wehrten sich mit einer Beschwerde – das Hin und Her nahm seinen Lauf.

Dass sie das Feld räumen müssen, sei klar. «Es geht nur noch darum, den Termin hinauszuzögern», sagt der Präsi. Für diesen Rechtsstreit habe der Verein bereits mehrere tausend Fanken hingeblättert. Stemmle: «Zum Glück werden wir dabei von Sponsoren unterstützt.»

Von der Stadt Zug dagegen fühlen sich die Hockeyaner nicht ernst genommen. «Sie sollte ihr Lippenbekenntnis wahrmachen und mit Landeigentümern wegen eines neuen Platzes verhandeln», sagt Stemmle. Selbst ein Ja an der bevorstehenden Abstimmung «Sportplatz in Oberwil» vom März 07 würde die Lage nur gering entschärfen. Stemmle: «Der genaue Standort des Platzes wäre auch dann noch nicht klar.»

Eva Wirth

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