Eigenes Bezahlsystem – Der Streit zwischen Apple und Epic Games geht in die nächste Runde
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Eigenes BezahlsystemDer Streit zwischen Apple und Epic Games geht in die nächste Runde

Epic Games will einen eigenen App Store auf dem iPhone betreiben und digitale Inhalte an «Fortnite»-Spieler an Apple vorbei verkaufen können. Apple wehrt sich dagegen.

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Das Onlinespiel «Fortnite» wurde aus dem App Store entfernt.

Das Onlinespiel «Fortnite» wurde aus dem App Store entfernt.

AFP
Apple erlaubt es den App-Entwicklern nicht, ein eigenes Bezahlsystem im App Store zu betreiben.

Apple erlaubt es den App-Entwicklern nicht, ein eigenes Bezahlsystem im App Store zu betreiben.

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Richterin Yvonne Gonzalez Rogers sieht es als Wettbewerbsverletzung , dass Apple Entwicklern verbot, Nutzer auf günstigere Kaufmöglichkeiten anderswo zu verweisen. 

Richterin Yvonne Gonzalez Rogers sieht es als Wettbewerbsverletzung , dass Apple Entwicklern verbot, Nutzer auf günstigere Kaufmöglichkeiten anderswo zu verweisen.

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Darum gehts

  • Epic Games will seinen eigenen App-Store auf iPhones installieren können.

  • Apple wehrte sich erfolgreich dagegen.

  • Ein neues Gerichtsurteil verlangt, dass Apple Entwicklern nicht mehr verbieten dürfe, Nutzer auf Möglichkeiten zum günstigeren Kauf der Artikel ausserhalb des App Stores hinzuweisen.

  • Dagegen legt Apple Berufung ein.


Apple versucht, die Umsetzung eines Gerichtsurteils hinauszuzögern, mit dem mehr App-Entwickler am Konzern vorbei digitale Artikel an ihre Nutzer verkaufen könnten. Apple argumentiert, dass dadurch Schaden für Verbraucher und die Integrität der App-Store-Plattform drohe, wie aus am Wochenende veröffentlichten Gerichtsunterlagen hervorgeht. Das Urteil fiel Anfang September in dem Prozess zwischen Apple und der Firma Epic Games, von der das populäre Online-Spiel «Fortnite» stammt. Epic ging bereits in Berufung dagegen – und Apple nun auch.

Apple hatte sich in dem Prozess weitgehend durchgesetzt. Doch die Richterin entschied auch, dass Apple Entwicklern nicht mehr verbieten dürfe, Nutzer auf Möglichkeiten zum günstigeren Kauf der Artikel ausserhalb des App Stores hinzuweisen. Diese Änderung soll dem Urteil zufolge am 9. Dezember greifen, Apple fordert, dass sie vorerst ausgesetzt wird.

Apple argumentiert mit Datenschutz

Apple erlaubt den Kauf digitaler Güter – wie etwa virtueller Artikel in Spiele-Apps – grundsätzlich über die hauseigene Bezahlplattform. Dabei wird eine Abgabe von 15 oder 30 Prozent an den Konzern fällig. Apple argumentiert unter anderem, dass durch das Verfahren Nutzer vor Betrugsversuchen und einem Missbrauch ihrer Daten geschützt würden. Einige App-Entwickler kritisieren, dass die Angabe ungerechtfertigt hoch sei.

Richterin Yvonne Gonzalez Rogers kam in dem Verfahren zu dem Schluss, dass Apple berechtigt sei, eine Kommission in seinem App Store zu verlangen. Und sie lehnte auch Epics Forderung nach einer Öffnung der Plattform für andere App Stores ab. Sie sah aber eine Wettbewerbsverletzung darin, dass Apple Entwicklern verbot, Nutzer auf günstigere Kaufmöglichkeiten anderswo zu verweisen. Deshalb dürfe Apple die App-Macher nicht daran hindern, entsprechende Links und Buttons zu platzieren.

Darüber, wie diese Entscheidung ausgelegt werden kann, zeichnet sich nun Streit ab. Apple warnt, dass einige Entwickler aus Sicht des Konzerns die Entscheidung der Richterin zu grosszügig interpretierten und auch ganze alternative Bezahl-Abläufe hinter die Links packen wollten. Wie der Konzern argumentiert, könnten dadurch böswillige Entwickler Nutzerdaten missbrauchen, während Apple dies nicht verhindern könnte.

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(dpa/job)

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