Geminiden überstrahlt: Der Supermond ist ein Spielverderber
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Geminiden überstrahltDer Supermond ist ein Spielverderber

Der Dezember-Vollmond ist besonders gross und hell. Das sind schlechte Nachrichten für alle, die den Höhepunkt der Geminiden beobachten wollen.

von
jcg
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In der Nacht vom 14. November kam der Mond der Erde so nahe wie zuletzt 1948. Unsere Leserinnen und Leser erzählen, wie sie auf den damaligen Supermond reagiert haben.

In der Nacht vom 14. November kam der Mond der Erde so nahe wie zuletzt 1948. Unsere Leserinnen und Leser erzählen, wie sie auf den damaligen Supermond reagiert haben.

Keystone/Anthony Anex

Bereits zum dritten Mal hintereinander erleben wir einen sogenannten Supermond, das heisst einen besonders grossen und hellen Mond. Während der November-Vollmond in dieser Beziehung ein Jahrhundertmond war, erscheint der Mond in der nächsten Nacht nur unwesentlich kleiner. Er wird um 1.05 Uhr komplett voll sein. Zugleich wird er auch seinen aktuell erdnächsten Punkt erreichen.

Im Flachland wird es wegen des zähen Nebels allerdings schwierig, den Mond zu Gesicht zu bekommen. Cédric Sütterlin von Meteo Schweiz empfiehlt, höhere Lagen ab 600 Meter aufzusuchen. Im Norden und Osten ist zudem mit hohen Wolkenfeldern zu rechnen.

Mond statt Meteore

Von einem Supermond spricht man, wenn der Mond voll ist und sich nahe seines erdnächsten Punktes (Perigäum) befindet. Er ist der Erde dann bis zu 14 Prozent näher als an seinem erdfernsten Punkt (Apogäum), was seiner elliptischen Umlaufbahn geschuldet ist. Der Mond erscheint dadurch grösser und heller, da bis zu 30 Prozent mehr Licht zur Erde reflektiert wird.

Genau dieses helle Licht ist im vorliegenden Fall aber mehr Fluch als Segen. Denn in der gleichen Nacht, in der der Mond voll wird, erreicht auch der Meteorschwarm der Geminiden seinen Höhepunkt. Und während Sterngucker dann gewöhnlich bis zu 150 Meteore pro Stunde beobachten können, werden es diese Nacht kaum mehr als ein Dutzend sein.

Meteore im Live-Stream

Wer trotzdem etwas von den Geminiden haben will, sollte um 2 Uhr nachts in den Livestream des Gemeinschafts-Teleskops Slooh klicken.

Die Geminiden erscheinen alljährlich im Dezember, wenn die Erde die Bahn des Kometen 3200 Phaethon und dessen Staubspur kreuzt. Von der Gesamtzahl der zu beobachtenden Meteore sind die Geminiden mit den Perseiden im August zu vergleichen. Benannt wurden die Sternschnuppen nach dem Sternbild Zwillinge (lateinisch gemini), da sie aus genau dieser Richtung zu fallen scheinen.

Supermonde 2016

Zum Ende des Jahres 2016 gibt es drei Supermonde hintereinander. (Video: Nasa)

Drei Supermonde in Folge: Der Dezember-Vollmond ist der letzte von drei Supermonden, die das Jahr 2016 beschliessen. (Video: Nasa)

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