Aktualisiert 24.07.2011 10:30

Genfer Kampfgeist«Der Teamgeist macht uns so einzigartig»

0:2 lag Servette gegen den FC Zürich zurück, ehe Goran Karanovic mit zwei Toren und Patrik Baumann den Aufsteiger zum ersten Sieg in der Super League schossen.

von
Eva Tedesco
Servettien Patrik Baumann streckt nach seinem Tor zum 3:2 gegen den FCZ jubelnd den Finger hoch. Goran Karanovic und Matias Vitkieviez freuen sich mit ihrem Teamkollegen. (Keystone/AP)

Servettien Patrik Baumann streckt nach seinem Tor zum 3:2 gegen den FCZ jubelnd den Finger hoch. Goran Karanovic und Matias Vitkieviez freuen sich mit ihrem Teamkollegen. (Keystone/AP)

Der Jubel beim Aufsteiger war gross. Mit strahlenden Augen stiegen die wackeren Kämpfer von Trainer João Alves die Treppen zum Kabinengang hoch. Immer wieder umarmten sich die «Grenats» oder klopften den beiden Torschützen anerkennend auf die Schulter. Nach der 1:2-Niederlage im Auftaktspiel gegen Thun hat die Herausforderung Super League für die Aufsteiger aus Genf nun richtig begonnen.

«Gegen Thun haben wir den Start verschlafen und nicht so gespielt, wie wir es gewohnt sind», sagt Doppeltorschütze Goran Karanovic, «gegen den FCZ hat sich die konzentrierte Leistung ausgezahlt.» Tatsächlich trat Servette sehr konzentriert auf und bestach durch Organisation und Kampfgeist. Auch nach dem 0:2-Rückstand nach 68 Minuten hielten die Genfer an der Marschrichtung fest und verloren nie die Ordnung. Zudem bewies Trainer Alves ein super glückliches Händchen: Joker Karanovic traf sechs Minuten nach seiner Einwechslung zum 1:2 und weitere zwei Minuten zum 2:2-Ausgleich – und das mit einem verletzten Fuss. Der Schweizer mit serbischen Wurzeln laborierte an einem Bänderriss und trainiert erst seit eineinhalb Wochen mit der Mannschaft. «Vielleicht hätte ich mit einem gesunden Fuss nicht so gut getroffen», scherzte Karanovic.

Baumann widmet seinen Treffer Carlos Varela

Nicht mit den Fuss, sondern mit Köpfchen sicherte Patrik Baumann den Genfern die ersten drei Punkte in der Super League. Der ehemalige FCB-Junior stieg bei einem Freistoss von Vincent Ruefli am Höchsten und erzielte so den Siegtreffer. «Ich widme das Tor meiner Familie und Carlos Varela, der immer noch ein Teil der Gruppe ist», sagt Baumann, der den in der letzten Woche von Trainer Alves aussortierten Mannschaftskameraden nicht vergessen hat. Der Sieg sei nach der Auftakt-Niederlage wahnsinnig wichtig für die Moral. Die Genfer könnten stolz auf ihre Mannschaft sein, denn sie hat nie aufgegeben und immer an ihre Chance geglaubt. «Der Teamgeist macht uns so einzigartig», ist der Verteidiger überzeugt.

Baumann, der den grössten Teil der Vorbereitung wegen einer Zerrung verpasst hat, kam für die Genfer gegen den FCZ erstmals in dieser Saison zum Einsatz. Die Zerrung hatte er sich übrigens im zweiten Barrage-Spiel gegen Bellinzona, genauer bei seinem für den Aufstieg entscheidenden Treffer zum 3:0, zugezogen. Und auch das hatte der Verteidiger per Kopf erzielt. «Abgesehen von der Verletzung», lacht Baumann, «kann es von mir aus so weiter gehen.»

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