Sébastien Buemi: «Der Teamkollege ist egal – ich muss nur schneller sein»
Aktualisiert

Sébastien Buemi«Der Teamkollege ist egal – ich muss nur schneller sein»

Als Formel-1-Rookie setzte Sébastien Buemi in der abgelaufenen Saison einige Ausrufezeichen. Auch im Interview mit 20 Minuten nimmt der Waadtländer kein Blatt vor den Mund.

von
Sandro Compagno

Sébastien Buemi, auf der Startliste für 2010 fehlt bei Toro Rosso der Name Ihres Teamkollegen Jaime Alguersuari.

Sébastien Buemi: Ehrlich gesagt, ist mir das egal. Wichtig ist, dass mein Name auf der Liste steht.

Ist der Teamkollege in der Formel 1 grundsätzlich egal?

Absolut. Ich muss nur schneller sein.

Was halten Sie davon, dass Peter Sauber noch keinen Startplatz hat?

Das Problem ist, dass die Toyota-Geschichte noch nicht abgeschlossen ist. Solange man nicht weiss, ob Toyota ganz aufhört oder verkauft wird, wird der 13. Platz freigehalten. Vielleicht gibt es ja einen 14. Platz für Sauber oder eines der vier neuen Teams steigt aus.

Das Szenario, dass die Neuen nicht alle kommen, scheint ja sehr realistisch.

Da wäre ich nicht so sicher. Mein Eindruck ist, dass die alle recht seriös sind. Ich bin überrascht, aber im Moment sieht es danach aus, dass alle vier im März in Bahrain am Start stehen.

Mit welchen Zielen stehen Sie in Bahrain?

So oft wie möglich punkten. Aber das ist jetzt noch sehr schwer zu sagen, weil ich nicht weiss, wie das Auto sein wird. Wenn wir im neuen Jahr testen und zwei Sekunden langsamer sind als alle anderen, dann kann ich nicht sagen: Ich will in die Punkte fahren.

Die Formel-1-Boliden waren in der Saison 2009 so hässlich wie nie, mit ihren überbreiten Frontflügeln und den winzigen Heckspoilerchen. Bleiben die seltsamen Proportionen?

Ja, es gibt nur kleine Änderungen. Die Idee hinter den riesigen Front- und den kleinen Heckspoilern war, die Show besser zu machen. Wer hinter einem Gegner fährt, soll mehr Abtrieb erhalten. Ursprünglich waren sogar zwei kleine Flügelchen nur über den Hinterrädern geplant und dazwischen nichts. Als Hintermann hätte man viel Abtrieb erhalten und sogar noch Windschatten auf den Vorderrädern. Das wäre das Beste gewesen, aber es sieht richtig scheisse aus.

20 Minuten sprach in Zürich mit Sébastien Buemi anlässlich der Präsentation des Spiels «F1 2009» für die Wii-Konsole.

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