Ottmar Hitzfeld: «Der Teamspirit wird enorm wichtig sein»
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Ottmar Hitzfeld«Der Teamspirit wird enorm wichtig sein»

Ottmar Hitzfelds Zuversicht ist noch nicht gebrochen. Der Nati-Trainer weiss zwar um den Druck, der auf seiner Mannschaft lastet, hat dagegen aber ein probates Mittel gefunden.

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Ottmar Hitzfeld und seine Mannschaft haben bei Simon Ammann und Andreas Küttel Rat geholt. (Bild: Keystone)

Ottmar Hitzfeld und seine Mannschaft haben bei Simon Ammann und Andreas Küttel Rat geholt. (Bild: Keystone)

Gross war die Medienschelte für die Schweizer Nati und ihren Trainer nach dem enttäuschenden 0:1 in Montenegro. «Wenn man verliert, muss man mit Kritik leben», sagte Ottmar Hitzfeld zu den heftigen Vorwürfen, die übers Wochenende auf ihn und seine Mannschaft niederprasselten. «Es liegt nun an uns, dass wieder positiv geschrieben wird. Ich habe Vertrauen in meine Mannschaft und glaube, dass wir morgen gewinnen werden. Der Teamspirit wird enorm wichtig sein.»

Nach zwei Spielen und null Punkten lastet nun aber ein immenser Druck auf Hitzfeld und seinem Team. Eine weitere Niederlage kann sich die Nati nicht mehr erlauben. Der Trainer strahlte an der Medienkonferenz trotzdem grosse Zuversicht aus. «Ich freue mich auf das Spiel von morgen und auf die Herausforderung, dem Druck standzuhalten», erklärte Hitzfeld und gab auch gleich die Antwort, wie er sich das vorstellt. «Man muss versuchen, eine gewisse Lockerheit an den Tag zu legen und nicht alles zu dramatisieren. Das kann blockieren und das wollen wir verhindern.»

Treffen mit Ammann und Küttel

Damit sich die Mannschaft vom grossen Druck befreien kann, organisierte Medienchef Marco von Ah eigens ein Treffen mit den beiden Skispringern Simon Ammann und Andreas Küttel in Einsiedeln. Nachdem schon Roger Federer die Nati einst beflügeln sollte, holten sich die Fussballer nun beim zweifachen Doppelolympiasieger Rat. «Wir hatten ein gutes Gespräch auf der Schanze», kommentierte Hitzfeld das Treffen. «Es ist spannend zu hören, wie andere Spitzensportler mit dem Druck umgehen. Dabei kann man immer auch etwas für sich selbst mitnehmen.»

Den Gegner hat Hitzfeld noch nicht intensiv studiert. Der Lörracher weiss aber, dass Wales eine Mannschaft mit vielen grossgewachsenen Spielern hat und bei Standards sehr gefährlich sein kann. «Die Waliser haben ein paar gute Einzelspieler und sind als Team sehr kampfstark.» Aber das sei ja mittlerweile jede Mannschaft. Zum Schluss wies der Nati-Trainer noch darauf hin, dass Wales nach zwei Spielen ohne Punkt «auch mit dem Rücken zur Wand und gewaltig unter Druck steht».

Benaglio wieder im Tor - Wer stürmt neben Frei?

Zur eigenen Aufstellung wollte Hitzfeld noch nicht allzu viel sagen. Sicher ist, dass Diego Benaglio gegen Wales wieder im Tor stehen wird. «Obwohl ich mit Marco Wölfli sehr zufrieden war», wie der Nati-Trainer betonte. Wer endlich für Tore sorgen soll, ist hingegen noch offen. «Wir sind froh, dass wir drei formstarke Angreifer haben. Zwei von ihnen werden morgen zum Einsatz kommen.» Captain Alex Frei wird weiterhin gesetzt sein. Für die zweite Stürmer-Position kommt im morgigen Spiel wohl eher Eren Derdiyok in Frage, da sich Marco Streller in Montenegro nicht wirklich aufgedrängt hat.

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