Aktualisiert 12.05.2012 08:12

1,4 Milliarden FrankenDer teuerste Meistertitel aller Zeiten

Manchester City kann am Sonntag englischer Meister werden. Ohne die Millionen von Scheich Mansour bin Zayed Al-Nahyan ein Ding der Unmöglichkeit.

von
Herbie Egli

Er hat fast so viel Geld, wie Sand in seinem Emirat liegt: Mansour bin Zayed Al-Nahyan, Mitglied der Herrscherfamilie von Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Und er will nur eins: Als schwerreicher Klubboss von Manchester City den Meistertitel holen. Den ersten seit 44 Jahren und den insgesamt dritten in der 132-jährigen Vereinsgeschichte.

2008 stieg Scheich Mansour beim Premier-League-Verein ein. Ein Jahr später übernahm er den Klub ganz. In der Zeitspanne von seinem Einstieg bis Ende letzte Saison hat der schwerreiche Klubboss 1,4 Milliarden Franken für Spieler und Löhne ausgegeben. Dies bei nur 550 Millionen Franken Einnahmen, rechnete der «Telegraph» aus. Den Fehlbetrag von 850 Millionen hat Mansour selbst berappt.

Kontinuierlich an die Spitze herangetastet

ManCity erlebte einen denkbar schlechten Start ins neue Jahrtausend. 2001 stiegen die «Citizens» aus der Premier League ab. Nur ein Jahr später gelang ihnen aber der direkte Wiederaufstieg. Als der Scheich 2008 einstieg, übernahm er einen Verein aus dem Mittelfeld. ManCity spielte nie mehr gross gegen den Abstieg, konnte aber auch nicht um den Meistertitel mitreden. Die erste Saison unter Mansour beendeten die «Citizens» auf Platz 10. Ein Jahr später schaffte der Klub als Fünftplatzierter den Einzug in die Europa League. In den Achtelfinals war gegen Dynamo Kiew aber Endstation.

Ferguson und Mancini gehen aufeinander los

Die letzte Saison beendete Manchester City auf dem dritten Rang, was die erstmalige Qualifikation für die Champions League bedeutete. In der Königsklasse war nach der Vorrunde aber schon wieder Schluss. Die «Citizens» mussten als Drittplatzierte den Gang in die Europa League antreten. Dort scheiterte ManCity wieder im Achtelfinal. Wegen der Auswärtstor-Regel zogen sie gegen Sporting Lissabon den Kürzeren. Immerhin gewann das Team von Trainer Roberto Mancini in der Saison 2010/11 den FA-Cup.

Titel zum Greifen nah

Während es international mit einem Pokal noch nicht geklappt hat, winkt nun aber der zweite nationale Titelgewinn nacheinander. Und der Meistertitel hat bedeutend mehr Stellenwert als der Cuperfolg vor Jahresfrist. Vor der letzten Runde am Sonntag liegt Manchester City punktgleich mit dem Stadtrivalen ManUnited an der Spitze. Dank dem besseren Torverhältnis sind die «Citizens» aber Leader.

Wenn es normal läuft, sieht die Tabelle nach dem letzten Spieltag immer noch so aus. ManCity spielt zuhause gegen die abstiegsbedrohten Queens Park Rangers - Manchester United muss auswärts beim elftplatzierten Sunderland ran. Bleiben die «Citzens» tatsächlich an der Tabellenspitze, ist der teuerste Meistertitel aller Zeiten Tatsache.

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