Rossens FR: Der Tierquäler floh mit dem Traktor
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Rossens FRDer Tierquäler floh mit dem Traktor

Ein junger Mann hat im Kanton Freiburg eine Kuh missbraucht. Danach versuchte er, mit dem Traktor des Besitzers zu fliehen. Er sitzt jetzt in U-Haft.

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Ein 19-Jähriger hat in Rossens FR eine Kuh auf derart brutale Weise missbraucht, dass man sie anschliessend abtun musste. Der Besitzer war schockiert, als er das Tier am Sonntag schwer verletzt im Stall liegen sah: «Mir wurde speiübel. Da muss jemand wirklich eine schwere psychische Störung haben, um zu so etwas fähig zu sein.»

Nachdem der junge Mann die Kuh malträtiert hatte, stahl er auch noch den Traktor des Besitzers. Damit versuchte er vergeblich vor der Polizei zu flüchten. «Es handelt sich um einen 19-jährigen Freiburger», sagt Gallus Risse, Sprecher der Kantonspolizei Freiburg, zu «Le Matin». Sowohl der Missbrauch als auch der Diebstahl würden derzeit untersucht.

Strafverfahren ausgelöst

Psychiatrische Analysen seien zudem im Gang, um herauszufinden, welches Motiv der Mann hatte. Die Fakten wögen schwer, insbesondere weil das Tier anschliessend getötet werden musste, so Risse. «Wir befragen jeden, der uns etwas über diese abscheuliche Tat sagen kann.»

Der kantonale Tierarzt Grégoire Seitert wird für weitere Ermittlungen später hinzugezogen. «Aufgrund des Angriffs auf die Kuh habe ich ein Strafverfahren ausgelöst», sagt er.

Zwei bis drei Jahre Freiheitsstrafe

Wenn sich herausstelle, dass die Tat absichtlich begangen wurde, drohe dem 19-Jährigen eine Freiheitsstrafe von zwei bis drei Jahren. «Ausserdem erhält er ein Verbot, Tiere zu halten», so Seitert. Solche Massnahmen kämen selten zum Einsatz. «Ein Kantonstierarzt erlebt so etwas nur ein oder zwei Mal in seiner Karriere.»

Der Täter, der derzeit in Untersuchungshaft sitzt, erhält grosse Unterstützung von seiner Freundin. Sie hat seit seiner Verhaftung etliche Liebesbezeugungen auf sozialen Netzwerken veröffentlicht.

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