US Masters: Der Tiger ist wieder auf Beutefang
Aktualisiert

US MastersDer Tiger ist wieder auf Beutefang

Am wichtigsten Golfturnier hat sich Tiger Woods auf beeindruckende Weise zurückgemeldet. Der 35-jährige Superstar verbesserte sich zur Halbzeit des US Masters in Augusta dank einer 66er-Runde (6 unter Par) in den 3. Zwischenrang.

Tiger Woods ist wieder im Rennen.

Tiger Woods ist wieder im Rennen.

Die dritte Runde des mit 7,5 Millionen Dollar dotierten ersten Majorturniers des Jahres wurde in der Nacht auf heute Sonntag beendet. Woods hatte seinen Rückstand auf den allein führenden Nordiren Rory McIlroy auf drei Schläge halbiert.

Woods, der nach einer Durststrecke von 16 Monaten ohne Turniersieg seinen fünften Triumph am US Masters anstrebt, spielte in der zweiten Runde bis nach dem 7. Loch mit viel Auf und Ab (zwei Birdies, aber drei Bogeys). Dann jedoch startete er eine Aufholjagd, die einen an die besten Zeiten seiner grossartigen Karriere erinnerte. An sieben der verbleibenden elf Löcher gelangen ihm Birdies, das letzte davon dank einem Zauberschlag aus einer schwierigen Lage am 18. Loch. «Das Turnier ist noch lange nicht vorbei», monierte Woods. «Mein Ziel ist es, noch um den Sieg mitzuspielen, wenn es am Sonntag auf die letzten paar Löcher geht. Das war immer so, und damit war ich erfolgreich.»

Es ist erst zweieinhalb Jahre her, dass Rory McIlroy, damals 19-jährig, am European Masters in Crans-Montana auf den letzten Löchern die Spitzenposition verspielte und sich schliesslich noch knapp vor dem Genfer Julien Clément als Zweiter klassierte. In dieser Woche kämpft der abermals um einen Sieg, diesmal aber am prestigeträchtigsten Einzelturnier überhaupt.

Jahr für Jahr lernt McIlroy dazu. Am British Open in St. Andrews im vergangenen Juli deklassierte er die Konkurrenz in der Auftaktrunde mit 63 Schlägen, bevor ihm die Nerven anderntags einen Streich spielten und er sich mit 80 Schlägen regelrecht blamierte. Das kann ihm am US Masters bereits nicht mehr widerfahren, denn auch am zweiten Tag spielte er mit 69 Schlägen (3 unter Par) sehr solid. Erster Verfolger war ebenfalls ein Jungspund: Jason Day, ein 23-jähriger Australier philippinischer Abstammung. Day glückte mit 64 Schlägen die beste Runde des zweiten Tages.

Während der Weltranglisten-Erste Martin Kaymer aus Deutschland sich nach seiner desaströsen Auftaktrunde (78 Schläge) erwartungsgemäss nicht mehr entscheidend verbesserten konnte und um fünf Schläge den Cut für die beiden Finaldurchgänge verpasste, hielten sich weitere Favoriten im Rennen. Der Engländer Lee Westwood, Zweiter im Weltranking, war zwei Schläge hinter Woods Siebter. Der amerikanische Vorjahressieger Phil Mickelson, der das Masters zum vierten Mal gewinnen will, folgte mit weiteren drei Schlägen Rückstand als 20. (si)

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