Weltberühmte Dogge gestorben – «Der Tod meines Freundes hat mir regelrecht das Herz gebrochen» 
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Weltberühmte Dogge gestorben«Der Tod meines Freundes hat mir regelrecht das Herz gebrochen» 

Der Berner Oberländer Hund Illaya hatte im Netz mehrere Hunderttausend Fans. Nun musste sein Herrchen ihn im Alter von acht Jahren einschläfern lassen.

von
Zoé Stoller
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Acht Jahre lang begleitete die Deutsche Dogge Illaya Michel Ducret auf Schritt und Tritt.

Acht Jahre lang begleitete die Deutsche Dogge Illaya Michel Ducret auf Schritt und Tritt.

Michel Ducret / hiltonducret.blogspot.com
Bereits mit seinem früheren Hund führte Ducret ein Online-Tagebuch in Form eines Blogs.

Bereits mit seinem früheren Hund führte Ducret ein Online-Tagebuch in Form eines Blogs.

Michel Ducret / hiltonducret.blogspot.com
Illaya wurde dadurch sehr berühmt und lernte selbst auch Prominente wie Mike Müller kennen.

Illaya wurde dadurch sehr berühmt und lernte selbst auch Prominente wie Mike Müller kennen.

Michel Ducret / hiltonducret.blogspot.com

Darum gehts

  • Die Dogge Illaya aus dem Berner Oberland mit rund 360’000 Fans ist vor kurzem gestorben.

  • Der Besitzer Michel Ducret postete regelmässig Tagebucheinträge aus Sicht des Hundes auf einem Blog.

  • Sein letzter Eintrag war für ihn qualvoll, hat aber der Verarbeitung des Schmerzes gedient.

«Was Illaya und ich hatten, das war viel mehr als bloss eine Beziehung», sagt Michel Ducret, Besitzer der wohl berühmtesten Dogge des Berner Oberlands. Jahrelang führte der Thuner ein virtuelles Tagebuch aus Sicht des Hundes in Form eines Blogs. Mit der Zeit wurde die Seite zum Klickliebling – und das weit über die Schweizer Grenze hinaus. Rund 360’000 Followerinnen und Follower aus den USA, Deutschland und Asien verfolgten Illayas Alltag über die Jahre. Nun ist der berühmte Rüde gestorben. 

Als der Vierbeiner im vergangenen Jahr immer schwächer wurde, war seinem Halter schnell bewusst, dass er nicht mehr viel Zeit mit der Dogge hatte. «Er ist immer wieder eingebrochen und auf der Strasse gestürzt. Illaya hat uns irgendwann signalisiert, dass er gehen möchte. Deshalb haben wir ihn dann auch eingeschläfert», erzählt Ducret. «Meine Frau brachte den Kadaver schliesslich zum Krematorium. Als die beiden weg waren, suchte ich nach meinem Handy, konnte es jedoch nirgends finden. Schliesslich fand meine Frau das Natel unter dem toten Illaya. Es schien, als hätte die Verbindung zu meinem treuen Begleiter noch aufrechterhalten werden müssen und als ob er mir noch etwas habe sagen wollen. Das hatte für mich eine sehr grosse Symbolkraft», sagt Ducret.

«Die Leute kannten ihn überall. War ich alleine unterwegs, fiel ich nicht auf. Wenn ich aber mit Illaya unterwegs war, kamen die Leute auf uns zu, grüssten uns und erkannten ihn gleich als den berühmten Hund aus dem Internet», so der 75-Jährige.

«Das Schreiben des Blogs hat mich fast umgebracht»

Auf die Frage, welches seine schönste Erinnerung mit dem Rüden sei, antwortet der Thuner: «Es gab zwar sehr viele wunderbare Momente mit ihm. Einer ist mir jedoch besonders geblieben: Als ich ihn nämlich als Welpe zum allerersten Mal sah, wusste ich sofort: ‹Das ist er. Dieser Hund gehört zu mir.›»

Ducret ist über den Verlust sehr traurig. «Der Tod meines Freundes hat mir regelrecht das Herz gebrochen. Das Schreiben des Blogs hat mich fast umgebracht.» Es sei für ihn eine Arbeit gewesen, mit der er seine Trauer zu verarbeiten versuche. Die Asche der verstorbenen Dogge sei noch bei ihm zu Hause in einem Birkenstock im Garten. «Vielleicht behalten wir sie dort oder wir verstreuen sie an den Orten, an denen Illaya am liebsten unterwegs war», sagt er.  

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