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«Die Stationspiraten»Der Traum eines kleinen Jungen ging in Erfüllung

Im November kommt der Schweizer Film «Die Stationspiraten» in die Kinos. Der Luzerner Hauptdarsteller Scherwin Amini sieht den Film als Chance seines Lebens.

von
Lena Berger

Der 18-jährige Scherwin Amini aus Luzern will Schauspieler werden, seit er als 5-Jähriger im Kindergartentheater einen Baum gespielt hat. Was als Hobby und mit Auftritten im Luzerner Theater anfing, entwickelte sich immer mehr zu einem grossen Traum. «In der Schule wurde ich für diese Pläne oft belächelt», erzählt er.

Inzwischen lacht niemand mehr. Im November kommt der Film «Die Stationspiraten» ins Kino, der am letzten Samstag am Zurich Film Festival mit dem Publikumspreis ausgezeichnet worden ist. Amini spielt darin einen krebskranken Jungen, der trotz einer hervorragenden Prognose den Glauben an sich und an seine Genesung aufgegeben hat. Keine einfache Rolle. «Ich habe kurz vor den Dreharbeiten selbst einen geliebten Menschen verloren – diese Emotionen habe ich in meine Arbeit einfliessen lassen», sagt Amini. Nach dem Dreh sei er in einen «luftleeren Raum» ge­fallen und habe viel über die kranken Kinder nachgedacht, die er bei der Vorbereitung auf die Rolle kennengelernt habe. «Es hat eine Weile gedauert, das aufzuarbeiten.»

Trotzdem: Der Film entpuppt sich für Amini als grosse Chance. Im August hat er an der Zürcher Hochschule der Künste angefangen, Schauspiel zu studieren. Als Ausnahmetalent wurde er aufgenommen, obwohl er weder die Matura besitzt noch das Mindestalter erfüllt. Auch seine Familie ist stolz auf seinen Erfolg. Amini: «Sie freuen sich unheimlich für mich. Für sie war ich immer der kleine Junge, der Schauspieler werden wollte.»

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