Ben «Batman» Affleck: Der traurigste Mann von ganz Hollywood
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Ben «Batman» AffleckDer traurigste Mann von ganz Hollywood

Ben Affleck setzen die harschen Kritiken zu «Batman v Superman» zu – und die Welt amüsiert sich darüber.

von
shy

Die vernichtenden Reaktionen auf die «Daredevil»-Verfilmung (2003), in welcher er die titelgebende Marvel-Comicfigur spielte, verleiteten Ben Affleck (43) vor zehn Jahren zur Aussage, nie wieder in die Rolle eines Superhelden zu schlüpfen. Vergangenen Donnerstag lief der Streifen «Batman v Superman: Dawn of Justice» an, in dem Affleck den fledermaus-geflügelten Rächer gibt – und auch dieser Streifen muss herbe Kritik einstecken.

Die Internet-Community reagierte wie gewohnt blitzschnell und stellte die Theorie auf, dass sich der Schauspieler abermals für eine seiner grossen Rollen schämt. Den Beweis dafür soll folgendes, von «Yahoo Movies» geführtes Interview mit Affleck und Superman-Darsteller Henry Cavill (32) liefern, das mit ein bisschen Zoomen und unterlegt mit einem Simon-&-Garfunkel-Song richtiggehend betroffen macht:

Vom «Bat-fleck» zum «Sad-fleck»

Vielleicht hört sich der Amerikaner einfach konzentriert die Antwort seines britischen Kollegen an. Vielleicht kann man ihm aber auch dabei zusehen, wie er langsam innerlich stirbt. Weil er sich nochmals für eine Superhelden-Rolle hat breitschlagen lassen und damit erneut eine Bruchlandung hingelegt hat (zumindest, was die Wertungen anbelangt; finanziell sieht es nicht schlecht aus, der Film hat laut «Variety» den siebtbesten Kinostart aller Zeiten hingelegt); weil erst vergangenen Sommer seine Ehe mit Jennifer Garner (43) in die Brüche ging und er einen beruflichen Erfolg gut hätte gebrauchen können; weil er eigentlich wüsste, wie man gute Filme macht – «Argo», «Gone Baby Gone» und «Gone Girl» sind Beispiele für sein Talent –, dieses Wissen aber offenbar nicht immer abrufen kann.

Wird aus «Bat-fleck» nun «Sad-fleck»? Noch ist es zu früh, um Ben Affleck ein ähnliches Trauma wie nach «Daredevil» zu prophezeihen; nur, weil die Kritiker «Batman v Superman» nicht mögen, heisst das nicht, dass Film- und Comicfans ins dasselbe Horn stossen. Sollte sich diese Befürchtung jedoch bewahrheiten, wird sich der Schauspieler wohl auch davon wieder erholen können, so wie er es nach seinem Krisenjahr 2003 geschafft hat, in dem neben «Daredevil» die von der Fachpresse ähnlich zerrissenen «Gigli» und «Paycheck» erschienen sind.

In der Bildstrecke oben werden die wichtigsten Filme in Ben Afflecks Karriere vorgestellt – sowohl die Höhenflüge als auch die Tiefschläge.

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