Aktualisiert 01.09.2017 05:00

Hassprediger Abu Ramadan

«Der Übersetzer ist ein Lügner»

Der Sozialhilfebezüger Abu Ramadan, der in einer Bieler Moschee gegen andere Religionen hetzte, verteidigt sich in einem Interview.

von
NXP
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Hat mehrmals gegen Ungläubige und Andersdenkende gehetzt: Abu Ramadan.

Hat mehrmals gegen Ungläubige und Andersdenkende gehetzt: Abu Ramadan.

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Asylstatus verloren: Abu Ramadan bei einer Ansprache in einem Hotel in Budapest. Bild: Facebook

Asylstatus verloren: Abu Ramadan bei einer Ansprache in einem Hotel in Budapest. Bild: Facebook

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«Oh, Allah, ich bitte dich, die Feinde unserer Religion zu vernichten, vernichte die Juden, die Christen und die Hindus und die Russen und die Schiiten». Um dieses Zitat seiner Predigt ist ein Übersetzungsstreit entbrannt: Eine undatierte Aufnahme von Abu Ramadan. Bild: Facebook

«Oh, Allah, ich bitte dich, die Feinde unserer Religion zu vernichten, vernichte die Juden, die Christen und die Hindus und die Russen und die Schiiten». Um dieses Zitat seiner Predigt ist ein Übersetzungsstreit entbrannt: Eine undatierte Aufnahme von Abu Ramadan. Bild: Facebook

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Eine Woche lang hat Abu Ramadan geschwiegen, obwohl massive Vorwürfe gegen ihn publik wurden. Nun hat der Sozialhilfebezüger aus Nidau bei Biel dem «Tages-Anzeiger» ein Interview gegeben.

In diesem versuchte Abu Ramadan den Eindruck zu zerstreuen, er sei ein Hassprediger, der auf Kosten der Steuerzahler in der Schweiz lebe. Er bestritt insbesondere, kürzlich in der Ar'Rahman-Moschee in Biel Allah angerufen zu haben, er solle Juden, Christen, Hindus, Russen und Schiiten vernichten. Das Zitat sei falsch übersetzt und aus dem Zusammenhang gerissen worden. «Der Übersetzer ist ein Lügner.»

«Ich bin gut integriert»

Der Libyer mit der C-Bewilligung räumte hingegen ein, dass er auch nach zwanzig Jahren keine Landessprache beherrsche. Dafür sieht er aber mehr den Schweizer Staat als sich selbst verantwortlich. Ein Französischkurs, den er besucht habe, habe «leider» nur einmal pro Woche stattgefunden, die Lehrer hätten oft gewechselt. Nun sei er zu alt, um noch Französisch oder Deutsch zu lernen.

Trotzdem behauptete Abu Ramadan von sich: «Ich bin gut integriert.» Er habe arbeiten wollen, aber nie eine feste Stelle gefunden.

Er will in der Schweiz bleiben

Abu Ramadan gab gegenüber dem «Tages-Anzeiger» zu, dass er etwa zehn- bis zwölfmal sein Herkunftsland Libyen besucht habe. Er habe nicht gewusst, dass ihm das als Flüchtling in der Schweiz verboten sei. Nun hat ihm das Staatssekretariat für Migration den Asylstatus aberkannt. Dagegen wehrt er sich vor dem Bundesverwaltungsgericht.

Eine definitive Rückkehr nach Libyen beurteilt er als lebensgefährlich. Als Reiseleiter hat er «gegen zehnmal» an Pilgerreisen nach Mekka und zu anderen heiligen islamischen Stätten teilgenommen. Dabei habe er kein Geld verdient, aber die Flüge und Übernachtungen bezahlt bekommen. Zu den über 600'000 Franken Sozialhilfe, die er während 13 Jahren in Nidau bezog, äussert sich Abu Ramadan nicht im Detail. Das sei seine Privatsache.

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