Aktualisiert 29.11.2019 08:58

Das Knie hältDer unheimliche Feuz ist bereit für nächsten Coup

Der beste Abfahrer startet sorglos in die Saison – einzig seine Familie vermisst er.

von
rha

Beat Feuz vor dem Saisonstart. (Video: SDA)

Es hat schon schier Unheimliches, wie sorglos Beat Feuz derzeit von Saison zu Saison wandelt. Keine Operation, keine gelähmte Gesichtshälfte, keine Mittelohrentzündung, so wars auch diesen Sommer. Feuz kann sagen: Alles gelaufen wie geplant. Es gab Jahre, da war das unvorstellbar, eigentlich gab es nur solche Jahre. Sein linkes Knie, gezeichnet von einem Dutzend Operationen, steht als Sinnbild für seinen Leidensweg.

Noch immer gibt es Schreckmomente. Wie diesen Sommer, als es ihm im Training den Ski verschnitt, «das Knie war gereizt», sagt Feuz, «aber nach kurzer Zeit war ich wieder bereit.» Früher hätte er Wochen gebraucht, um sich zu erholen. Doch seit 2017 sind die grossen Rückschläge ausgeblieben. Das Knie macht Fortschritte.

Die Abreise fällt schwerer

Feuz sitzt in einer Hotellobby in Lake Louise. Am Wochenende ist Saisonauftakt der Speedfahrer. Der 32-Jährige ist der beste Abfahrer der letzten beiden Winter und bereit für den nächsten Coup. Und wenn er sagt, es gebe immer Potenzial, «ich bin auf der Abfahrt ja noch nicht Seriensieger», dann klingt das nach Kampfansage. Die Sorgen von einst sind weit weg.

Nur etwas beschäftigt ihn: dass er nicht bei seiner Familie sein kann. Tochter Clea ist knapp eineinhalb Jahre alt. «Abzureisen ist mir noch schwerer gefallen als letztes Jahr, weil die Kleine schon etwas mehr mitbekommt und sich freut, wenn sie den Vater sieht», sagt Feuz. Nächste Woche geht es weiter nach Beaver Creek, ehe er nach Aldrans bei Innsbruck zu seiner Familie zurückkehrt. Er will das mit einer Menge Erfolgen im Gepäck tun.

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