Aktualisiert 22.12.2003 06:26

Der US-Soldat als Person des Jahres

Für das US-Nachrichtenmagazin «Time» ist der amerikanische Soldat die Person des Jahres.

Dieser trage die Last, mit den schicksalträchtigen Entscheidungen des Landes leben und sterben zu müssen, hiess es zur Begründung. Die Redakteure der Zeitschrift entschieden sich in ihrer alljährlich Wahl der «Person des Jahres» für einen namenlosen Soldaten, der stellvertretend für die 1,4 Millionen Männer und Frauen der US-Streitkräfte stehen soll, die vor neun Monaten den Krieg in Irak anführten und vor einer Woche den gestürzten Staatschef Saddam Hussein festnahmen.

«Time» hatte schon einmal, 1950 mit Beginn des Koreakriegs, den US-Soldaten auf sein Titelblatt gehoben. Damals hiess es, dies sei keine Rolle, die sich der Amerikaner ausgesucht habe, weder als Einzelperson noch als Nation. Der kämpfende US-Amerikaner sei nicht der Kreuzritter der Zivilisation, sondern der Wehrpflichtige des Schicksals.

Im vergangenen Jahr wählte «Time» Personen aus, die verdeckte Wahrheiten ans Licht brachten: die FBI-Mitarbeiterin Coleen Rowley, die Versäumnisse der Behörde aufgedeckt hatte, sowie Cynthia Cooper und Sherron Watkins, die die Finanzskandale um die Konzerne Enron und WorldCom öffentlich gemacht hatten. (dapd)

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