Bernard Challandes: «Der Vergleich mit Murat Yakin nervt mich nicht»
Aktualisiert

Bernard Challandes«Der Vergleich mit Murat Yakin nervt mich nicht»

Bernard Challandes trifft morgen mit seinem FC Thun auf den FCZ. Der Romand über seinen Ex-Klub, seinen Vorgänger und schöne Wanderungen im Jura.

von
Andy Huber
Thun-Trainer Bernard Challandes trifft morgen im Letzigrund auf seinen Ex-Klub FC Zürich. (Reuters)

Thun-Trainer Bernard Challandes trifft morgen im Letzigrund auf seinen Ex-Klub FC Zürich. (Reuters)

Bernard Challandes, bei Ihrem rührigen Abschied vom FCZ im April 2010 wurde vereinbart, dass Sie mit Präsident Ancillo Canepa und Sportchef Fredy Bickel in Ihrer Heimat im Jura eine Wanderung machen werden. Hat diese stattgefunden?

Bernard Challandes: (Seufzt) Nein, leider nicht. Die Zeit – uns fehlte bisher einfach die Zeit. Aber das werden wir bestimmt noch nachholen.

Nach zuletzt zwei Niederlagen in der Super League steht dem FC Thun mit den Partien gegen den FCZ und Basel – um im Bild zu bleiben – auch so etwas wie eine Gratwanderung bevor.

Das kann man so sehen. Vielleicht kommt nach dem tollen Saisonstart nun eine schwierigere Zeit auf uns zu. Doch wir haben in Thun den Blick für die Realität nicht verloren. Wir verfügen nun mal nicht über die teuersten und besten Spieler der Liga. Deshalb muss jedem klar sein, dass alle immer ans Limit gehen müssen, um Erfolg zu haben. Doch ich erinnere daran: Unser Ziel war vor der Saison der Ligaerhalt – daran hat sich nichts geändert.

Murat Yakin hat letzte Saison tolle Arbeit geleistet. Nervt es Sie nicht, ständig an ihm gemessen zu werden?

Überhaupt nicht. Kompliment für das, was er geleistet hat. Und natürlich bin ich froh, dass er mir solch eine intakte Mannschaft hinterlassen hat. Aber wissen Sie, schon als ich in Zürich Nachfolger von Lucien Favre wurde, sagten viele: Jetzt kann Challandes nur noch verwalten. Klar habe ich damals von seiner guten Arbeit profitiert. Aber nach ein paar Wochen muss man als Trainer seine eigenen Ideen, seine Philosophie einbringen, sonst geht die Rechnung auf die Dauer nicht mehr auf.

Eine letzte Frage: Welches ist für Sie die schönste Wanderroute in Ihrem Jura?

Ich verrate Ihnen etwas: Es geht nicht darum, wo man hingeht, sondern mit wem. So gesehen habe ich mit meiner Frau bisher nur schöne Touren erlebt – egal, wo in der Schweiz.

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