Neubau der Schienenhalle: «Der Verkehrshaus-Geist geht nicht verloren»
Aktualisiert

Neubau der Schienenhalle«Der Verkehrshaus-Geist geht nicht verloren»

Das Verkehrshaus ersetzt die Schienenhalle 1 durch ein neues Ausstellungs- und Bürogebäude für 36 Mio. Fr. Alle Exponate sollen einen neuen Platz erhalten.

von
Daniela Gigor
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Die Schienenhalle 1 im Verkehrshaus wird verschwinden und durch einen Mehrzweckbau ersetzt.

Die Schienenhalle 1 im Verkehrshaus wird verschwinden und durch einen Mehrzweckbau ersetzt.

Roger Hofstetter
Besucher im Verkehrshaus bestaunen die Güterzuglokomotive Krokodil im Verkehrshaus in Luzern.

Besucher im Verkehrshaus bestaunen die Güterzuglokomotive Krokodil im Verkehrshaus in Luzern.

Keystone/Gaetan Bally
Am 22. März 1997 wurde die Schienenhalle 1 im Verkehrshaus nach einer Neugestaltung wiedereröffnet.

Am 22. März 1997 wurde die Schienenhalle 1 im Verkehrshaus nach einer Neugestaltung wiedereröffnet.

Keystone/Sigi Tischler

Das Verkehrshaus der Schweiz in Luzern wurde 1959 eröffnet. Die Schienenhalle 1 war Teil der ersten, seither erweiterten und teilweise erneuerten Museumsanlage. Ausgestellt sind in dieser historischen Halle etwa die Postkutsche, die Güterzuglokomotive Krokodil, eine Dampflokomotive oder auch eine Bohrmaschine für den Tunnelbau der Gotthardbahn.

Die Schienenhalle 1 soll einem Mehrzweckbau weichen: Wegen Bodensenkungen sei die Statik der Halle mangelhaft und das Raumklima entspreche nicht den heutigen Museumsstandards. Darum müsse ein Schlussstrich gezogen werden. «Natürlich gibt es auch ein weinendes Auge. Wenn diese Halle abgebrochen wird, verschwindet auch der letzte Teil aus der Gründerzeit», sagt Oliver Burger, Sprecher des Verkehrshauses.

Wichtigster Teil wird die Ausstellungsfläche

Das Konzept für das neue Mehrzweckgebäude stammt aus einem Gesamtkonzept, das 1999 von den Architekten Gigon und Guyer entworfen wurde, die auch den Prime Tower in Zürich planten. Nun seien aber Anpassungen an der Gebäudestruktur nötig. Wichtigster Teil des neuen Gebäudes, dessen Fassade aus gestalteten Trapezblechen bestehen soll, wird die Ausstellungsfläche sein. Die neue Schienenhalle wird mit einem Gleis mit der zweiten Schienenhalle und der SBB-Bahnlinie verbunden. Die neue Halle soll flexibel genutzt werden. Weiter sind eine Ladenfläche und Konferenzräume vorgesehen. Hinzu kommen drei Etagen Büroflächen. Im Untergeschoss wird eine neue Energiezentrale für das ganze Verkehrshaus gebaut.

Nach 2020 soll auch das Bürogebäude saniert werden

«Auch wenn wir die Schienenhalle 1 nicht mehr haben, geht der Geist des Verkehrshauses nicht verloren, weil das Verkehrshaus von seinen Exponaten lebt», sagt Burger weiter. Alle Exponate der Halle sollen auch während der Bauzeit den Besuchern zugänglich sein. An die Gründerzeit und die Schienenhalle 1 soll auch das Gotthardbahn-Modell erinnern.

Die Baukosten für das neue Mehrzweckgebäude werden auf 36 Millionen Franken geschätzt. Der öffentlichen Hand entstehen keine Kosten. Burger: «Die Finanzierung erfolgt mit Eigenmitteln, Fremdkapital und Investorengeldern.» Die Verhandlungen dazu seien noch im Gang. Die Baueingabe ist für Mitte April geplant. Der Neubau wird frühestens im Dezember 2020 bezugsbereit sein. Danach soll die Sanierung des Bürogebäudes in Angriff genommen werden.

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