Aktualisiert 31.01.2017 11:07

ErinnerungsstückeDer verlorene Schmuck vom Posthotel

Ein Safe im vom Feuer zerstörten Hotel in Arosa enthält noch Schmuck einer Familie. Aus Sicherheitsgründen will die Hotelleitung diesen nicht bergen.

von
ann
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Das Posthotel Holiday Villa in Arosa ist komplett ausgebrannt.

Das Posthotel Holiday Villa in Arosa ist komplett ausgebrannt.

Leser-Reporter
Die Feuerwehr kann das Hotel wegen Einsturzgefahr nicht betreten.

Die Feuerwehr kann das Hotel wegen Einsturzgefahr nicht betreten.

Kantonspolizei Graubünden
Das Hotel geriet am 30. Dezember 2016 in Brand.

Das Hotel geriet am 30. Dezember 2016 in Brand.

Leser-Reporter

Eine Westschweizer Familie erlebte im Posthotel Arosa einen Albtraum, als am 30. Dezember dort ein Brand ausbrach. Die Eltern befanden sich im Whirlpool und rannten sofort ins Zimmer zu den beiden Söhnen. Der ältere Sohn und der Vater klopften darauf an die Türen der anderen Gäste und zeigten die Fluchtwege auf. Alles verbrannte. Wie durch ein Wunder aber starb niemand und es gab nur wenige Verletzte.

Der Schmuck der Familie – schöne Erinnerungsstücke – blieben im Zimmersafe zurück. Diesen wollen die Hoteleigentümer nicht aus den Trümmern bergen – anders als bei einem Tresor auf der Vorderseite. «Wir haben alles getan, um Wertsachen und Erinnerungsstücke zu retten», sagt Posthotel-Verwaltungsrat Alain Cheseaux. Auf der stärker zerstörten Rückseite sei dies aus Sicherheitsgründen nicht möglich. Die betroffene Familie fühlt sich schlecht behandelt – auch wegen ihrer Rolle bei der Rettung. Der Vater wünscht sich genauere Abklärungen.

Lösung zeichnet sich doch noch ab

Die Aroser Feuerwehr wäre sogar bereit, die Situation vor Ort abzuschätzen. Wie bei der ersten Bergung käme ein Hubretter zum Einsatz. Die malaysischen Hotelbesitzer haben aber diesen Augenschein verweigert. Sie wollen schnell abbrechen und beim Abriss den Tresor aus den Trümmern bergen. Die Familie fürchtet, dass ihr Schmuck dabei zerstört wird.

Nun könnte es aber doch noch eine zweite Bergungsaktion geben. Nachdem die Hotelleitung mit Fragen des «Tages-Anzeigers» konfrontiert worden war, zeichnete sich gestern eine Lösung ab.

Übernommen vom «Tages-Anzeiger», bearbeitet von 20 Minuten.

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