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Hochwasser in den USADer Versuch, einer Katastrophe zu entgehen

In Louisiana sind weitere Schleusen eines Entlastungskanals geöffnet worden. Viele Menschen lassen ihre gesamte Lebensgeschichten zurück.

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dapd/aptn

Wegen des Mississippi-Hochwassers bereiteten sich rund 25 000 Menschen darauf vor, ihre Häuser zu verlassen. (Video: APTN-Video)

Angesichts des Mississippi-Hochwassers haben US-Behörden am Sonntag die Menschen in tiefer gelegenen Gebieten des Staats Louisiana zum Verlassen ihrer Häuser aufgefordert. Zuvor war eine Schleuse geöffnet worden, um die Deiche um die Städte New Orleans und Baton Rouge zu entlasten. Angesichts der hohen Bevölkerungsdichte in diesen Ballungszentren und den zahlreichen Ölraffinerien sowie Chemiewerken sollte eine drohende noch grössere Katastrophe abgewendet werden. Stattdessen bewegte sich das Hochwasser nun auf das Hinterland zu.

Die meisten Bewohner in den betroffenen Gebieten, auch bekannt als Cajun Country, kamen der Aufforderung der Behörden nach und suchten höher gelegene Gebiete auf. Viele Städte, wenngleich noch nicht von den Fluten heimgesucht, waren am Sonntag nahezu menschenleer.

Die Mississippi-Flut ist im Anmarsch

Pegel von sechs Metern erwartet

Das Hochwasser kann in den kommenden Wochen einen Pegel von sechs Metern erreichen. Mit der Öffnung des Entlastungskanals bei Morganza drohen nun rund 7.700 Quadratkilometer Land mit Feldern und Fischzuchtbetrieben meterhoch überschwemmt zu werden. Das Wasser soll schliesslich in das etwa 30 Kilometer entfernte Atchafalaya Basin, einem Sumpfgebiet, abfliessen und wird dann auch Morgan City mit 12.000 Bewohnern erreichen. Der Scheitelpunkt des Hochwassers wird bei der Schleuse erst für kommende Woche erwartet.

Es war das erste Mal seit 38 Jahren, dass die Schleuse des Hochwasserentlastungskanals nördlich von Baton Rouge geöffnet wurde. Als sie im Jahr 1973 geöffnet wurde, hatte das abgeleitete Flutwasser zahlreiche Häuser in der Stadt Butte LaRose beschädigt. Das Entlastungssystem wurde nach dem verheerenden Mississippi-Hochwasser im Jahr 1927 gebaut.

Sollte der Wasserstand des Mississippis bei New Orleans - einem der wichtigsten Häfen der Welt - noch stärker ansteigen, müsse über eine Einschränkung des Schiffsverkehrs nachgedacht werden, teilte die Küstenwacht am Donnerstag mit. Möglicherweise werde der Mississippi für die grössten und schwersten Schiffe gesperrt.

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