Der virale Familienschreck #Gentleminions ist in der Schweiz auf dem Vormarsch

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Neuer Tiktok-TrendDer virale Kinoschreck #Gentleminions ist in der Schweiz auf dem Vormarsch

Ein neuer Tiktok-Trend sorgt bei Kinobesucherinnen und -besuchern derzeit für Furore. Dies, weil Jugendliche die Vorstellungen von «Minions» stören – auch in der Schweiz.

von
Sabeth Vela
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Seit dem 30. Juni läuft der Film «Minions – Auf der Suche nach dem Mini-Boss» in den Kinos.

Seit dem 30. Juni läuft der Film «Minions – Auf der Suche nach dem Mini-Boss» in den Kinos.

DUKAS
Seither geht auf Tiktok ein Trend viral, der Jugendliche bei Kinovorstellungen in Anzügen zeigt.

Seither geht auf Tiktok ein Trend viral, der Jugendliche bei Kinovorstellungen in Anzügen zeigt.

Tiktok/mitchtidy
Die Teenies bezeichnen sich dabei selbst als «Gentleminions».

Die Teenies bezeichnen sich dabei selbst als «Gentleminions».

Tiktok/bill.hirst

Darum gehts

  • Seit dem 30. Juni läuft «Minions – Auf der Suche nach dem Mini-Boss» in den Kinos.

  • Seither geht auf Tiktok ein Trend viral, der Jugendliche in Anzügen zeigt, die während der Vorstellung für Unruhen sorgen.

  • Einige Kinos in Grossbritannien nahmen den Film deswegen sogar aus dem Programm.

  • Erste Videos aus der Schweiz sind inzwischen auch zu finden.

Seit dem 30. Juni läuft der Film «Minions – Auf der Suche nach dem Mini-Boss» in den Kinos. Doch statt Familienspass erleben viele Eltern mit ihren Kids eher Schreckmomente. Denn immer wieder sorgen Teenies in Anzügen während der Vorstellung für Unruhen. Dabei halten sie sich nicht an Regeln, werfen mit Essen – primär mit Bananen – um sich, beschimpfen Mitarbeitende und bringen die anwesenden Kinder durch ihr rüpelhaftes Verhalten zum Weinen.

Was dahintersteckt, ist ein neuer Tiktok-Trend. Die «Gentleminions», wie sie sich nennen, filmen sich selbst in der typischen Handpose und im Verhalten des Bösewichts Felonious Gru und feiern, dass «die fünfjährige Wartezeit vorbei» ist. In den Jahren seit dem letzten Minions-Film sind die Fans eigentlich aus der Zielgruppe für den Streifen herausgewachsen. Dies scheinen sie mit den Anzügen symbolisieren zu wollen.

«Absolut widerlich»

Trotz all dieser Ereignisse scheint Universal Pictures den Trend zu begrüssen und ermutigte anfangs die Teenager noch mit einem Tweet – der unterdessen gelöscht wurde –, weiterhin Anzüge zu den Vorstellungen zu tragen: «An alle, die zu den Minions in einem Anzug auftauchen: Wir sehen und lieben euch.»

Dieser Beitrag sorgte auf der Plattform jedoch für heftige Kritik. «Wir liebten sie nicht. Meine siebenjährige Tochter und ihre beste Freundin wurden total verängstigt von den Teenagern, die sozusagen Hooligans waren. Es wurde geschrien, beleidigt und mit Essen geworfen, absolut widerlich», schrieb etwa eine Mutter auf Twitter, während eine andere meinte: «Klar, applaudiert auch noch den Menschen, die Familien den Film ruiniert haben, für den sie bezahlt haben.»

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Britische Kinos leiden – erste Fälle in der Schweiz

Gemäss «Daily Mail» wurde in einigen britischen Kinos wegen des Hypes das Tragen von Anzügen verboten, während andere den Film sogar aus dem Programm nahmen, da viele Familien nach ihrem Besuch eine Rückerstattung verlangten. So sagte ein Kinobetreiber gegenüber der BBC: «Es tut einem im Herzen weh. Wir hatten Familien, die wollten nicht mehr in den Kinosaal zurück – auch, nachdem wir versucht hatten, die Randalierer herauszunehmen. Familien sind gegangen, bevor der Film überhaupt begonnen hat, und die Kinder haben geweint.»

Ob und inwiefern Schweizer Kinobetreiber von dem aktuellen Social-Media-Trend betroffen sind, ist nicht klar. Anfragen von 20 Minuten sind bei den Verantwortlichen bisher noch hängig. Auf der Video-Plattform gibt es bisher nur vereinzelte Beiträge aus Uri und der Westschweiz. Der Stör-Faktor während der Vorstellung scheint sich allerdings in Grenzen zu halten.

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