VW T7 Multivan - Der VW-Bus wird in der neuen Generation zum Personenwagen
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VW T7 MultivanDer VW-Bus wird in der neuen Generation zum Personenwagen

Der Multivan streift sein Nutzfahrzeugerbe ab. Trotzdem will der T7 der Bullitradition treu bleiben.

von
Dave Schneider

Der VW Transporter, liebevoll Bulli genannt, feiert seit über 70 Jahren grosse Erfolge. Durch den Vanlife-Boom erlebt die aktuelle Generation T6 einen regelrechten Höhenflug: Letztes Jahr lag sie in den Schweizer Verkaufs-Charts mit fast 3000 Verkäufen auf Platz 13 – als Nutzfahrzeug, wohlgemerkt.

Natürlich will VW diesen Boom richtig auskosten und fährt mit dem Bulli deshalb gleich dreigleisig in die Zukunft. Mit dem neuen T7 Multivan, der in der zweiten Jahreshälfte auf den Markt kommt, verabschiedet sich der Transporter von seiner Nutzfahrzeugvergangenheit – fortan basiert er technisch auf der, von Modellen wie dem Golf bekannten, Pw-Plattform MQB. Das ermöglicht mehr Platz, modernere Technik und neue Komfort-Features, gleichzeitig verliert das Modell die robusten Nutzfahrzeugmöglichkeiten des Vorgängers. Deshalb bleibt die aktuelle Variante T6.1 als Alternative für Gewerbekunden und Wohnmobilnutzer im Programm. Flankiert wird das Duo dann nächstes Jahr vom vollelektrischen Lifestyle-Modell ID.Buzz.

Dass der T7 nun voll auf Pw-Käufer setzt, zeigt sich nicht nur technisch, sondern auch optisch. Der Bus nimmt beim Design Elemente vom Golf auf, bleibt bei Silhouette und Proportionen aber der Tradition treu. Mit 4,97 Metern Länge legt er gegenüber dem Vorgänger um knapp 7 Zentimeter zu, die alternativ angebotene Langversion misst nun 5,17 Meter und ist 13 Zentimeter kürzer als zuletzt. Der Radstand wächst in beiden Varianten um 12 Zentimeter auf 3,12 Meter, was natürlich für bessere Platzverhältnisse im Innenraum sorgt. Dafür wird der T7 um eine knappe Handbreit flacher und ist nun noch 1,90 Meter hoch. Das Laderaumvolumen variiert je nach Bestuhlung und Karosserielänge zwischen 469 und 4053 Litern.

VW stellt den neuen T7 Multivan auf eine Pw-Plattform. Dadurch werden die Platzverhältnisse besser und neue technische Features ermöglicht.

VW stellt den neuen T7 Multivan auf eine Pw-Plattform. Dadurch werden die Platzverhältnisse besser und neue technische Features ermöglicht.

VW
Ein neues Bodenschienensystem soll die Variabilität im Innenraum deutlich verbessern.

Ein neues Bodenschienensystem soll die Variabilität im Innenraum deutlich verbessern.

VW
Weil die Handbremse und der Schaltknauf fehlen, ist das Raumangebot vorne noch besser. Punkto Konnektivität ist der T7 auf dem neuesten Stand.

Weil die Handbremse und der Schaltknauf fehlen, ist das Raumangebot vorne noch besser. Punkto Konnektivität ist der T7 auf dem neuesten Stand.

VW

Die neue Plattform ermöglicht Zugang zu neuen technischen Features. Neu gibt es für die elektrisch betätigten Heckklappe und Schiebetüren eine Gestensteuerung, für die Scheinwerfer LED-Matrix-Licht und für das Cockpit mehr Konnektivität. Ein neues Bodenschienensystem soll die Variabilität im Innenraum deutlich verbessern: Unter anderem sind die Sitze in Reihe drei nicht mehr zu einer Bank zusammengefasst, sondern einzeln verschieb- und ausbaubar.

Eine Handschaltung wird nicht mehr angeboten, Standard ist ein Doppelkupplungsgetriebe, das über einen Schalter am Armaturenbrett bedient wird. Basis-Motor ist ein 1,5-Liter-Benziner mit 136 PS, alternativ gibt es ein 2-Liter mit 204 PS. Der einzige Diesel im Angebot mit 150 PS wird 2022 erhältlich sein. Als Novum für die Modellreihe wird es ein Plug-in-Hybridantrieb angeboten – allerdings macht VW noch keine konkreten Angaben zur rein elektrischen Reichweite. Sie soll für «die typischen Tagesdistanzen» ausreichen. Preise sind ebenfalls noch nicht bekannt.

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