Frau getötet: «Der Wald wurde durch diese Tat entzaubert»

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Frau getötet«Der Wald wurde durch diese Tat entzaubert»

Grauenvoller Fund in Orpund BE: Eine Spaziergängerin hat am Montag die Leiche einer Frau entdeckt. Diese wurde laut Polizei mit massiver stumpfer Gewalt getötet.

von
aha
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Eine Spaziergängerin machte am 18. Juli 2016 eine grausige Entdeckung:

Eine Spaziergängerin machte am 18. Juli 2016 eine grausige Entdeckung:

20 Minuten/aha
Im Burgerwald in Orpund lag eine tote Frau am Wegrand.

Im Burgerwald in Orpund lag eine tote Frau am Wegrand.

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Die Frau wurde laut Polizei Opfer eines Tötungsdelikts.

Die Frau wurde laut Polizei Opfer eines Tötungsdelikts.

20 Minuten/aha

Wie die Polizei am Dienstagnachmittag mitteilte, wurde die Leiche am Montagmorgen im Burgerwald in Orpund entdeckt. Die umgehend ausgerückten Einsatzkräfte von Sanität und Polizei konnten vor Ort nur noch den Tod der Frau feststellen.

Wie das «Bieler Tagblatt» berichtete, hatte eine Frau beim Spazieren mit ihrem Hund die Tote entdeckt.

Keine Hinweise auf Sexualdelikt

Gemäss den bisherigen Erkenntnissen müsse davon ausgegangen werden, dass die Frau Opfer eines Tötungsdelikts geworden ist, schreibt die Polizei. Im Rahmen von ersten Untersuchungen am Institut für Rechtsmedizin der Universität Bern wurden Verletzungen von massiver stumpfer Gewalt festgestellt, an denen die Frau auch verstorben war. Hinweise auf ein Sexualdelikt liegen nicht vor.

Nähere Angaben zum Opfer konnte die Polizei am Dienstag nicht machen, da die Frau formell noch nicht identifiziert war. Zur Klärung der Tat liefen umfangreiche Ermittlungen an. Gegenstand sind unter anderem Abklärungen zur Täterschaft, zum Tathergang und zur Tatwaffe. Verschiedene Spezialisten der Berner Kantonspolizei stehen im Einsatz.

Die Polizei sucht Zeugen, insbesondere Personen, die am vergangenen Sonntagnachmittag oder in den Abendstunden im Burgerwald Beobachtungen gemacht haben.

In der Nachbarschaft des Fundortes herrschen seit Montag Angst und Verunsicherung. «Ich joggte am Abend mit Kollegen in der Nähe des Fundortes vorbei», sagt ein 17-jähriger Anwohner. «Uns beschlich ein ganz mulmiges Gefühl. Alleine würde ich zur Zeit nicht in den Wald gehen.» Und eine Nachbarin fügt an: «Der Wald wurde durch diese schreckliche Tat entzaubert.» Als Hundehalterin sei sie regelmässig an der Fundstelle vorbeigekommen. Nun sei sie auf der Suche nach anderen Hündelern: «Alleine getraue ich mich nicht mehr dort hin.»

(aha/sda)

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