Aktualisiert 21.12.2007 12:27

Der Weihnachtsmann wohnt in Zentralasien

Kirgistan ist eine ehemalige Sowjetrepublik mit mehrheitlich muslimischer Bevölkerung. Nun haben Berechnungen ergeben, dass hier der Weihnachtsmann wohnen soll. Die Behörden wittern das grosse Geschäft: Sie wollen einen Berg auf den Namen «Mount Santa Claus» taufen.

Bislang wurde die Heimat von Father Christmas im hohen Norden vermutet. Die schwedische Beraterfirma Sweco hat nun aber berechnet, von welchem Standort aus alle 2,5 Milliarden Kinder dieser Welt an Heiligabend am besten mit Geschenken versorgt werden können. Als idealer Ausgangspunkt für Santas Rentierschlitten hat sich ein Bergmassiv im Norden von Kirgistan in Zentralasien entpuppt.

Gedacht war die Studie anscheinend als Marketing-Gag. Für das nicht mit touristischen Reizen gesegnete Land ist sie jedoch ein gefundenes Fressen. Die Behörden haben denn auch prompt reagiert: Seit Mittwoch sind drei Kletterer unterwegs zu einem Berg, den die Regierung zur neuen Heimat des Weihnachtsmanns erkoren hat. Pünktlich an Heiligabend soll die Gruppe den Gipfel erreichen, dort eine Kapsel mit einer kirgisischen Flagge vergraben und den Berg offiziell auf den Namen «Mount Santa Claus» taufen.

«Wir wollen den Tourismus in unserem Land entwickeln. Der Weihnachtsmann eignet sich ideal dafür», sagt Nurhon Tadzhibayeva von der kirgisischen Tourismusbehörde. Bereits bestehen weitere Pläne: Im nächsten Sommer soll ein internationaler Santa-Claus-Kongress in Kirgistan stattfinden. Ausserdem will das zentralasiatische Land jährliche Wettkämpfe veranstalten, in denen sich Weihnachtsmänner aus aller Welt in Disziplinen wie Kaminklettern, Schlittenrennen und Christbaum-Dekorieren messen sollen.

Santa Claus ist nicht der einzige «Prominente», nach dem Berge in Kirgistan benannt sind. Andere Gipfel in der ehemaligen Sowjetrepublik tragen die Namen von Lenin und Boris Jelzin. Unklar ist, wie die bestehenden Weihnachtsmann-Wohnstätten wie das finnische Rovaniemi auf die neue Konkurrenz reagieren werden. Laut der schwedischen Tageszeitung «Dagens Nyheter» führte die Sweco-Studie bereits zu innerbetrieblichen Meinungsverschiedenheiten mit den finnischen Mitarbeitern des Unternehmens.

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