Fiese Bise: Der Windchill-Effekt lässt uns bibbern
Aktualisiert

Fiese BiseDer Windchill-Effekt lässt uns bibbern

Jetzt wirds ungemütlich: Bis am Sonntag bleiben die Temperaturen eisig. Doch das ist nicht das einzige Problem: Starke Winde aus dem Nordosten setzten uns zusätzlich zu.

von
fhr

Wer glaubt, der Frühling sei schon im Anzug, hat sich getäuscht. Es wird nochmals kalt. Von Donnerstag bis Sonntag bewegen sich die Höchsttemperaturen im Mittelland um die -3 Grad. Vereinzelt kann es im Flachland wenige Zentimeter Schnee geben. Doch der grosse Schneefall bleibt aus.

Zu der Kälte kommt voraussichtlich am Donnerstag die Bise mit Windgeschwindigkeiten bis zu 45 Kilometer in der Stunde hinzu. «Die stärksten Böen sind in der Westschweiz zu erwarten, da dort der Nordostwind durch den Jura und die Alpen-Nordseite zusätzlich kanalisiert wird», heisst es bei MeteoSchweiz. Dieser unangenehme Wind lässt uns die sowieso schon eisige Luft noch kälter wahrnehmen. Schuld daran ist der sogenannte Windchill-Effekt.

«Der Körper verliert Energie»

Die Winde führen zu einer Erhöhung der Verdunstungsrate auf der Haut, dadurch wird die Oberflächentemperatur der Umgebungstemperatur schneller angeglichen. Dieser Effekt wird in der Windchill-Temperatur (WTC) gemessen.

«Die Windchill-Temperatur ist unter anderem ein Mass dafür, wie viel Energie der Körper verliert und von innen nachgeführt werden muss. Dabei handelt es sich bei der Zahl keineswegs um einen genauen, messbaren Wert. Vielmehr dient die WCT als Richtwert», erklärt Eugen Müller vom MeteoSchweiz. «Es gibt verschiedene Faktoren, die diesen Wert respektive das individuelle Kälteempfinden beeinflussen können. Darunter gehören die Kleidung sowie natürliche Unterschiede zwischen den Menschen.»

Um sich vor der Kälte zu schützen, sollte man das Zwiebelprinzip befolgen: «Mehrere Textilschichten übereinander isolieren besser, als nur zwei dicke Schichten», heisst es bei SRF Meteo.

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